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Landeselternbeirat in Hessen Eltern lehnen Ditib als Partner ab

Der Landeselternbeirat in Hessen fordert ein Ende der Zusammenarbeit mit dem Islamverband Ditib.

Ditib_Moschee
Islamverbände wie die Ditib, hier ihre Zentralmoschee in Köln, streben eine veränderte rechtliche Stellung in Deutschland an. Foto: epd-bild/Guido Schiefer

Der Landeselternbeirat hat die Landesregierung aufgefordert, die Kooperation mit dem Islamverband Ditib zu beenden. Es gehe darum, „hessische Schulen insgesamt gegen die Einflussnahme der türkischen Regierung oder dieser untergeordneten oder nahestehenden Institutionen abzuschirmen“, teilte der Beirat mit.

Der Islamunterricht war 2013 eingeführt worden. Hessen kooperiert dafür mit den Verbänden Ditib und Ahmaddiyah. Schon damals stand die Frage im Raum, ob Ditib Hessen unabhängig von der staatlichen türkischen Religionsbehörde in Ankara handelt. Sie war seinerzeit bejaht worden. Nach Angaben von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat es bisher keine Beanstandungen am Unterricht gegeben.

Angesichts der politischen Spannungen in der Türkei und der Aktivitäten in deutschen Ditib-Moscheen sind daran jedoch erneut Zweifel aufgekommen. Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat Ditib daher eine Frist bis zum Jahresende gesetzt, um  seine Unabhängigkeit vom türkischen Staat zu belegen.

Islamunterricht gibt es derzeit an 56 Grundschulen und zwölf weiterführenden Schulen. Er wird von verbeamteten Lehrern erteilt, die auch andere Fächer unterrichten. Für den Landeselternbeirat ist das im Prinzip „der richtige Weg“. Die Eltern hoffen aber auf einen Ersatz für Ditib. Ihr Verband forderte Lorz auf, „aktiv nach einem geeigneten Kooperationspartner“ zu suchen und „geeignete Verbände dabei zu unterstützen“.

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