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Kunstaktion RMV-Fahrkarte zur Kunst

Der Frankfurter Mousonturm startet seine neue Spielzeit mit einem Kunst-Event an S-Bahn-Stationen in der Region. Wer dabei sein will, muss keine Eintrittskarten kaufen: Es reicht ein gültiges Ticket des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV).

Das Kunst-Event steht unter künstlerischer Leitung des Japaners Akira Takayama. Foto: Theresa Bernauer

Die Flyer wecken die Neugier. „Offenbach evakuieren“ steht auf dem Zettel mit asiatischen Schriftzeichen. Darunter die E-Mail-Adresse www.evakuieren.de. Dort ist zu lesen, dass nicht nur in Offenbach am 12. September etwas passiert. Auch Frankfurt, Darmstadt oder Mainz gehören zu den Spielorten einer dreiwöchigen Kunstaktion, mit der der Frankfurter Mousonturm seine neue Spielzeit einläutet. Angekündigt ist ein „großdimensionales, Internet und Stadtraum verknüpfendes Kunst-Event“ unter künstlerischer Leitung des Japaners Akira Takayama. Der Titel: „Evakuieren – Erster Flucht- und Rettungsplan für die Rhein-Main-Region.“ Wer dabei sein will, muss keine Eintrittskarten kaufen: Es reicht ein gültiges Ticket des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV). Die Frankfurter Rundschau ist Medienpartnerin. Die Veranstalter wollen zu Neuerkundungen verleiten. Einbezogen sind bis zu 30 Stationen von S-Bahnen oder Straßenbahnen zwischen Wiesbaden, Mainz, Frankfurt, Darmstadt, Offenbach und Hanau.

Dort erwarten die Besucher „Kunstaktionen, Inszenierungen und künstlerische Ready-Mades, Transformationen und Interventionen, geheime Versammlungen und Spurensuchen“. Wer mehr wissen möchte, sollte sich bis 5. Oktober selbst ein Bild machen. Ein interaktives Web-Portal leistet vom 12. September an die notwendige Fluchthilfe.

Das funktioniert so: Um seinen individuellen Grad an Altersverdrossenheit oder urbaner Identitätsmüdigkeit zu messen, muss der Teilnehmer zum Einstieg Fragen beantworten. Das Programm stellt dann einen ersten Ausgangspunkt innerhalb des RMV-Netzes vor.

Je nach Befindlichkeit kann das eine S-Bahn-Station im Grünen sein, oder auch mitten im Herzen der Stadt liegen. Es gibt auch Informationen über Öffnungszeiten oder eventuell anfallende Kosten.

Das zu erwartende Ereignis am Ziel hingegen ist lediglich angedeutet. Von japanischen Künstlern gestaltete Karten und Skizzen liefern konkrete Hinweise für jede Evakuierungsroute. Sie können vor dem Start ausgedruckt oder auf das Smartphone geladen werden. „Sie locken auf ungewöhnliche Pfade, leiten zu unbekannten Rückzugsorten, verführen zu unerwarteten Begegnungen mit sonst Unsichtbaren“, verspricht das internationale Projektteam. Es besteht aus Künstlern aller Disziplinen. Mit dabei sind auch Studierende der Hessischen Theaterakademie, der Universitäten Mainz und Frankfurt, der Hochschule für Gestaltung Offenbach und der Frankfurter Städelschule.

Mehr Informationen finden Sie unter blog.evakuieren.de

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