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Kulturfonds Frankfurt/Rhein-Main Lehmann folgt auf Wagner

Amtswechsel beim Kuratorium des Kulturfonds Frankfurt/Rhein-Main: Klaus-Dieter Lehmann übernimmt den Vorsitz von Ruth Wagner.

Der Kulturfonds hat auch Ausstellungen auf der Mathildenhöhe gefördert. Foto: Renate Hoyer

„Sie hat mit viel Emotion und großer Überzeugungskraft ihr Amt ausgeübt und dieses nie als bloße Verwaltungsaufgabe verstanden.“ Mit diesen Worten hat Ingmar Jung (CDU), der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, gestern in der Darmstädter Kunsthalle die Arbeit von Ruth Wagner als Vorsitzende des Kuratoriums des Kulturfonds Frankfurt/Rhein-Main gewürdigt.

Nach acht Jahren ist ein Wechsel an der Spitze des Kuratoriums vollzogen worden. Neuer Vorsitzender und Nachfolger der ehemaligen FDP-Landtagsabgeordneten und früheren hessischen Ministerin für Wissenschaft ist Klaus-Dieter Lehmann. Wagner scheidet aus dem Gremium aus, um sich intensiver ihrer Arbeit als Vorsitzender des Darmstädter Kunstvereins widmen zu können, den die 76-Jährige schon seit zwanzig Jahren leitet.

Lehmann war bisher stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender des Kulturfonds. Der bald 77-Jährige ist Präsident des Goethe-Instituts und lehrt Wirtschaftsinformatik an der Goethe-Universität Frankfurt. Zudem ist er seit 2006 Honorarprofessor für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität in Berlin. Von 1998 bis 2008 war der frühere Generaldirektor der Deutschen Bibliothek Frankfurt Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin. Er engagiert sich auch im Kuratorium der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, ist Mitglied des Verwaltungsrates der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung sowie stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Kulturstiftung der Länder.

Staatssekretär Jung sagte, Lehmann trete „in große Fußstapfen“, weil Wagner „mit Souveränität und beeindruckendem Fachwissen“ die Beratungen des Kuratoriums geleitet habe. Lehmann habe in seinen bisherigen Funktionen schon wertvolle Erfahrungen in den unterschiedlichen Kultursparten gesammelt, von denen der Kulturfonds profitieren könne, sagte Jung.

Wagner berichtete, der Kulturfonds habe in den vergangenen zehn Jahren 368 Projekte mit rund 45 Millionen Euro gefördert. 55 Projekte – das entspricht einer Quote von 15 Prozent – seien alleine in der Stadt Darmstadt realisiert worden. Wagner erinnerte gestern etwa an die Ausstellungen über „Ernst Ludwig Kirchner als Architekt“ (2011/12) und „Georg Büchner“ (2013/14) auf der Mathildenhöhe, die Schau „Karl der Große, der erste Europäer“, die 2014/15 im Hessischen Landesmuseum zu sehen war und die 48. Internationalen Ferienkurse für Neue Musik, die die Stadt Darmstadt im Sommer vergangenen Jahres veranstaltet hatte. Derzeit werden die Projekte „Komet Lem“ und „Planet 9“ sowie die Darmstädter Gespräche im Staatstheater durch den Kulturfonds finanziell gefördert.

Lehmann kündigte gestern an, er strebe in den nächsten Jahren an, die Zahl der Mitglieder weiter zu erhöhen und die Zusammenarbeit mit der Kulturregion Frankfurt/Rhein-Main zu intensivieren.

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