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Totes Ehepaar im Kreis Offenbach Mordverdächtiger tötete sich selbst

Im Fall des in Dietzenbach getöteten Ehepaares ist jetzt klar, dass sich der Mordverdächtige bei der versuchten Festnahme selbst mit einem Messer getötet hat.

21.09.2018 06:20
Totes Ehepaar in Dietzenbach
Das Haus, in dem der Mordverdächtige in Dietzenbach festgenommen werden sollte. Foto: Silas Stein (dpa)

Nach einem Festnahmeversuch mit tödlichem Ende in Dietzenbach (Kreis Offenbach) gehen die Ermittler davon aus, dass sich der Verdächtige mit einem Messer selbst tödlich verletzt hat. Das berichtete die Staatsanwaltschaft am Donnerstag und berief sich dabei auf die vorläufigen Ergebnisse der Obduktion. Eine Spezialeinheit der Polizei wollte am Mittwoch den 66-Jährigen verhaften, weil dieser im Juni ein Ehepaar in der Nachbarschaft getötet haben soll.

Die Beamten setzten dabei nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch eine Elektroschockpistole ein. Todesursache seien nach dem vorläufigen Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung aber die Stichverletzungen gewesen, die sich der 66-Jährige selbst zugefügt haben soll.


Er hatte nach Angaben der Ermittler im selben Haus gelebt wie ein Ehepaar, das im Juni tot entdeckt worden war. Zunächst war die Polizei von einem gemeinsamen Suizid des Paares (61 und 64) ausgegangen, bekam dann aber Zweifel. Unter Tatverdacht geriet dann der 66-Jährige, ein Richter erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags. Die genauen Hintergründe waren zunächst weiter unklar.

Für reichlich Aufregung hatte am Mittwoch auch ein verdächtiger Gegenstand gesorgt, den die Polizei in der Wohnung des Mannes entdeckte. Weil nicht auszuschließen war, dass es sich um einen Sprengsatz handelte, rückten Experten des Kampfmittelräumdienstes an. Eine nahe Grundschule und das Mehrfamilienhaus wurden geräumt. Später konnte Entwarnung gegeben werden. 

Weitere spektakuläre Kriminalfälle in Hessen

Die Tötung des in Dietzenbacher Ehepaares ist nicht der einzige spektakuläre Kriminalfall in Hessen in der jüngsten Vergangenheit. In einem Waldgebiet bei Mittenaar suchten unlängst Einsatzkräfte nach den sterblichen  Überresten eines seit 1999 vermissten Familienvaters. Nach dem Verschwinden des damals 36-Jährigen hatten sich keine Hinweise auf eine Straftat ergeben. Inzwischen besteht der Verdachts auf ein Tötungsdelikt. 

Auch der Tod zweier Kinder im südhessischen Mörlenbach sorgte Anfang September für Schlagzeilen. Die 10 und 13 Jahre alten Kinder waren tot in einem brennenden Haus gefunden worden. Die Obduktion ergab, dass sie getötet worden waren. In Verdacht stehen ihre Eltern, die sich in Untersuchungshaft befinden. Gegen sie wurde Haftbefehl erlassen wegen gemeinschaftlichen Mordes. (dpa)

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