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Tierhalter aus Zeilsheim Kampfhund fast verhungert

Sechs Monate Haft gibt es für einen Tierhalter aus Zeilsheim, der seinen Hund fast verhungern ließ. Das entkräftete Tier ist im Tierheim.

04.08.2018 13:09
Land- und Amtsgericht Frankfurt am Main
Das Land- und Amtsgericht Frankfurt am Main Foto: dpa

Ein Tierhalter hat laut Amtsgericht  einen Kampfhund in seiner Wohnung fast verhungern lassen. Der 30-Jährige ist deshalb in Frankfurt zu sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Das Gericht verhängte darüber hinaus ein dreijähriges Verbot, Tiere zu halten.

Die Polizei hatte den völlig entkräfteten Mischling im November vergangenen Jahres in der Wohnung in Zeilsheim entdeckt, nachdem Nachbarn wegen Ruhestörung die Wache verständigt hatten. Das Tier hatte lange nichts mehr zu fressen bekommen und wies laut Anklage auch ein verformtes Knochenbild auf, was darauf zurückzuführen war, dass der Hund durchweg an einer kurzen Leine gehalten wurde und sich nicht frei bewegen konnte.

Vor Gericht legte der Mann ein Teilgeständnis ab. Er habe noch nicht einmal Essen und Trinken für sich selbst gehabt, geschweige für den Hund. Die Richterin wies ihn unter anderem auf die Möglichkeit von „Tiertafeln“ für bedürftige Hundehalter hin. Weil die Tierquälerei darüber hinaus während einer laufenden Bewährungsfrist begangen worden war, lehnten Gericht und Staatsanwaltschaft die Strafaussetzung zur Bewährung ab. Der Hund befindet sich in einem Tierheim. (dpa)

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