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Terror-Prozess in Frankfurt IS-Sympathisant kommt frei

Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt setzt einen mutmaßlichen IS-Sympathisanten auf freien Fuß. Nach 16 Monaten Untersuchungshaft sei die Fluchtgefahr in Anbetracht der zu erwartenden Strafe gering.

22.06.2018 13:12
Zwei Paragrafen-Symbole
Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht in Bonn angebracht. Foto: Oliver Berg/Archiv

Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt hat den als mutmaßlichen IS-Sympathisanten angeklagten ehemaligen Doktoranden Malik F. am Freitag auf freien Fuß gesetzt. Der seit einem Jahr und vier Monaten gegen den 37-Jährigen bestehende Haftbefehl sei außer Vollzug gesetzt worden, teilte eine OLG-Sprecherin mit. Grund für die Entscheidung des Staatsschutzsenates seien Aspekte der Verhältnismäßigkeit. Nach 16 Monaten in Untersuchungshaft sei die Fluchtgefahr in Anbetracht der zu erwartenden Strafe so weit gemindert, dass Maßnahmen wie das tägliche Melden bei der Polizei und eine Beschränkung des Aufenthaltsortes ausreichten, um den weiteren Fortgang des Verfahrens sicher zu stellen.

Malik F. hat sich seit März auf der Anklagebank des Staatsschutzsenates zu verantworten. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, Unterstützer für den „Islamischen Staat“ (IS) geworben zu haben. Früher war er eingeschriebener Student der Technischen Universität in Darmstadt, später dort Doktorand. (dpa)

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