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Prozess in Frankfurt Zwölf Jahre Haft nach Tötungsversuch an Familie

Ein Mann greift im Frankfurter Stadtteil seinen Vater, seine Stiefmutter und seine Halbschwester mit Beil und Messer an. Das Landgericht verurteilt ihn zu Haft und einer Unterbringung in der Psychiatrie.

11.10.2017 22:51
Symbolfoto Gericht
Justitia ist wachsam (Symbolfoto). Foto: imago

Erst griff er seine Halbschwester und seine Stiefmutter mit einem Beil an, dann den Vater mit einem Messer. Wegen dreifachen Mordversuchs ist ein 40-Jähriger am Mittwoch vom Landgericht Frankfurt zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Das Gericht ordnete zudem die Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Der 40-Jährige hatte im Januar bei einem gemeinsamen Besuch des Hauses der verstorbenen  Großmutter in Frankfurt-Hausen zunächst seiner Halbschwester und dann der Stiefmutter mit dem Beil auf den Kopf geschlagen. Nur Sekunden später versetzte er dem Vater mehrere Messerstiche in den Hals.

Nach seiner Festnahme entdeckte man bei ihm Protokolle, in denen er die Tötung seiner  Angehörigen ankündigt hatte. Offenbar hatte er die Trennung des Vaters von seiner leiblichen Mutter nicht verkraftet. Der Vorsitzende Richter sprach am Mittwoch mit Blick auf die Tat von einer „klassischen Heimtücke-Situation“. Keiner der Angehörigen sei sich einer Gefahr für Leib und Leben bewusst gewesen - man habe zuvor ruhig beieinander gesessen.

Das Gericht wertete unter anderem strafmildernd, dass der Mann keine Vorstrafen hat. Es lag dennoch ein Jahr über dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte neun Jahre Haft gefordert. (dpa)

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