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Prozess in Frankfurt Ehefrau gewürgt - viereinhalb Jahre Haft

Ein Mann würgt seine Frau in Frankfurt bis zur Bewusstlosigkeit. Der 50-Jähriger wird wegen versuchten Totschlags zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.

12.12.2018 21:33
Gerichtszentrum Frankfurt
Das Gerichtszentrum Frankfurt. Foto: Peter Jülich

Bis zur Bewusstlosigkeit hat ein Mann seine Frau in Frankfurt gewürgt, das Landgericht verhängte nun viereinhalb Jahre Haft für die Tat. Die Richter sprachen den 50-jährigen Angeklagten am Mittwoch des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung für schuldig. Die Eheleute lebten zum Zeitpunkt des Übergriffs im Juni 2016 bereits getrennt voneinander. Der Mann schlug zudem mit der Faust und einem Tischbein um sich und verletzte so die gemeinsame Tochter, den neuen Partner seiner Frau und einen Nachbarn.

Der 50-Jährige wollte am Tattag noch Möbel in seiner früheren Wohnung abholen. Als er sah, dass die Sachen bereits vor der Tür standen, geriet er in Wut und griff seine Frau an. Nur mit massivem Einsatz gelang es dem Nachbarn und dem neuen Partner, den Angeklagten von der bereits bewusstlosen Frau wegzuziehen. Sie hatte die Männer zuvor zu ihrem Schutz hinzugebeten.

Wären die Männer nicht vor Ort gewesen, hätte der Angeklagte seine Frau möglicherweise getötet“, hieß es im Urteil. Im Strafmaß entsprach das Urteil dem Antrag des Anklagevertreters. Die Verteidigung, die in ihrem Plädoyer eine Bewährungsstrafe verlangt hatte, wird voraussichtlich Revision beim Bundesgerichtshof (BGH) einlegen.  (dpa)

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