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Prozess in Aschaffenburg Lebenslange Haft für Vergewaltiger

Ein Mann vergewaltigte vor etwa 30 Jahren eine junge Frau, stach mit einem Messer auf sie ein und verscharrte ihren Körper. Sein Opfer überlebte dennoch. Der Vergewaltiger wird jetzt zu lebenslanger Haft verurteilt.

25.05.2018 12:57
Prozess in Aschaffenburg
Der heute 56 Jahre alte Täter vor dem Landgericht Aschaffenburg. Foto: Nicolas Armer (dpa)

Er hat nach Überzeugung der Richter eine junge Frau brutal vergewaltigt, fast erstochen und dann im Wald verscharrt: Rund 30 Jahre nach der Tat ist der Peiniger der damals 22 Jahre alten Frau aus dem Raum Offenbach wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Aschaffenburg sah am Freitag die Mordabsicht des inzwischen 56-jährigen Jürgen R. als erwiesen an.

Eine Verurteilung nur wegen der Vergewaltigung wäre nicht möglich gewesen, da dieser Vorwurf strafrechtlich bereits verjährt ist. Das heute 52 Jahre alter Opfer, das die Tat in einem Waldstück in Aschaffenburg nur knapp überlebt hatte, verfolgte die Urteilsverkündung im Gerichtssaal.

Der Verdacht fiel auf den heute 56-Jährigen, weil ein Beweisstück routinemäßig auf DNA-Spuren untersucht worden war. Die Polizei überprüft regelmäßig ungeklärte Fälle, dabei werden neue Ermittlungsansätze gesucht oder Beweisstücke mit Hilfe moderner Methoden und Technik überprüft.

DNA-Probe führt auf die richtige Spur

Der angeklagte Deutsche war 2005 wegen Vergewaltigung, versuchter sexueller Nötigung und Körperverletzung verurteilt worden. Deshalb befand sich seine DNA in der Datenbank der Polizei. Der Mann wurde im Herbst 2017 festgenommen und saß seitdem in Untersuchungshaft. Der 55-Jährige gestand den Ermittlern zufolge die Vergewaltigung, bestritt aber den Mordversuch.

Sein Opfer, eine damals 22 Jahre alte Frau, wollte im Januar 1988 nachts nach einem Discobesuch in der Aschaffenburger Innenstadt mit dem Auto nach Hause, als sie von dem Täter überfallen und gezwungen wurde, in den Wald zu fahren. Nach der Vergewaltigung stach er auf sie ein und verscharrte ihren Körper, weil er sie für tot hielt. Dann fuhr er mit ihrem Auto weg. Die Frau lebte aber noch und konnte sich zu einer nahe gelegenen Straße schleppen, wo sie ein Autofahrer entdeckte. Sie überlebte nach einer Notoperation. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb damals ohne Erfolg. (dpa)

 

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