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Neonazi-Demo in Wetzlar Neonazi-Aktivistin wegen Volksverhetzung verurteilt

Die Neonazi-Aktivistin Melanie Dittmer wird vom Amtsgericht Wetzlar zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Sie hatte auf einer Neonazi-Demo gegen Ausländer und Flüchtlinge gehetzt.

Neonazi-Demo in Wetzlar
Die Neonazi-Aktivistin Melanie Dittmer. Foto: peter-juelich.com

Die Neonazi-Aktivistin Melanie Dittmer ist am gestrigen Donnerstag vom Amtsgericht Wetzlar wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten verurteilt worden. Wie ein Sprecher des Gerichts der „Frankfurter Rundschau“ bestätigte, wurde die Strafe gegen die 39-Jährige aus Nordrhein-Westfalen zur Bewährung ausgesetzt. Die Bewährungsfrist beträgt drei Jahre. Dittmer muss außerdem 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Dittmer bei einer Neonazi-Demonstration im Oktober vergangenen Jahres in Wetzlar gegen Ausländer und Flüchtlinge gehetzt habe. Unter anderem habe sie Geflüchtete mit der Pest im Mittelalter verglichen. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig; Dittmer kann juristisch dagegen vorgehen.

An der Neonazi-Demonstration in Wetzlar hatten sich damals rund 80 Rechtsradikale beteiligt, organisiert hatte sie der NPD-Lokalpolitiker Thassilo Hantusch. Die Neonazis hatten Parolen wie „Alles für Volk, Rasse und Nation“ skandiert. Rund 1600 Menschen hatten gegen den rechten Aufmarsch demonstriert. Wegen der Proteste hatte die Polizei die Neonazis umleiten müssen.

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