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Nach Mord im Niddapark Kein Prozess um erfundenen „Sex-Mob“

Jan M. hatte behauptet, ausländische Männer seien in seiner Bar übergriffig geworden. Nach dem Mord im Niddapark ist die wichtigste Zeugin tot - der Prozess entfällt.

Mord im Niddapark
Trauer im Frankfurter Niddapark: Blumen und ein Foto des Mordopfers. Foto: dpa

Der für den 8. Juni geplante Prozess wegen eines erfundenen „Sex-Mobs“ auf der Freßgass wird nicht stattfinden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde das Verfahren aufgehoben. „Es wird für nicht sinnvoll erachtet, das Verfahren zu diesem Zeitpunkt fortzuführen“ sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Ursprünglich hätten sich am 8. Juni Irina A. und Jan M. wegen der Vortäuschung einer Straftat vor dem Amtsgericht verantworten sollen. Der Barbesitzer M. hatte mehrere Wochen nach Silvester 2016 berichtet, zum Jahreswechsel habe es in seiner Bar auf der Freßgass einen regelrechten Sex-Mob gegeben, bei dem ausländische Männer übergriffig geworden seien. Als Zeugin hatte er Irina A., eine Mitarbeiterin seiner Bar, präsentiert. Doch die Vorwürfe stellten sich als haltlos heraus. Die Staatsanwaltschaft hatte deswegen im vergangenen Herbst Anklage erhoben. Doch nachdem A. in der vergangenen Woche im Niddapark umgebracht wurde und M. als tatverdächtig gilt, will die Anklagebehörde den Prozess zurückstellen, da eine mögliche Verurteilung für ein Tötungsdelikt ungleich schwerer wöge. 

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