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Museumsufer Frankfurt Mann zerschneidet KZ-Stoffbinden

Auf frischer Tat wird ein 61-Jähriger am Frankfurter Schaumainkai dabei ertappt, wie er mit einem Taschenmesser gestreifte Stoffbinden durchschneidet, die an die Häftlinge des KZ Katzbach in den Adlerwerken erinnern sollen.

Stoffbinden erinnern am Mainufer an ehemalige Häftlinge des KZ-Außenlagers Adlerwerke. Foto: Rolf Oeser

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Die Polizei hat einen 61 Jahre alten Mann festgenommen, der auf frischer Tat dabei ertappt wurde, wie er am Museumsufer Stoffbänder zerschnitt, die dort zum Gedenken an die ehemaligen Häftlinge des KZ-Außenlagers Adlerwerke hängen. Zeugen hatten den Mann beobachtet und die Polizei informiert.

Bei seiner Vernehmung räumte der 61-Jährige ein, „vor geraumer Zeit“ schon einmal solche Stoffbinden durchgeschnitten zu haben. Bereits Ende Juli waren etwa 50 der 1600 Stoffbinden, die die Künstlerin Stefanie Grohs seit dem vergangenen März unter dem Titel „Mitten unter uns“ an den Bäumen der Stadt aufhängt, abgeschnitten und heruntergerissen worden. Einige Frankfurter verabredeten sich daraufhin spontan per sozialem Netzwerk und hängten die Binden in Eigenregie wieder auf.

Der verhaltensauffällige Mann ist der Polizei wegen ähnlich gelagerter Delikte bekannt – er befindet sich politisch rechtsaußen und womöglich nicht bei glasklarem Verstand. Er wird sich wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung verantworten müssen. Die Ermittlungen zur vorherigen Beschädigung dauern an.

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