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Mordfall Susanna „Übergabe von Ali B. an Deutschland Rechtsverstoß“

Die irakische Regierung sieht in der Auslieferung des im Mordfall Susanna Tatverdächtigen Ali B. nach Deutschland einen Rechtsverstoß. Zwischen beiden Ländern gäbe es kein Auslieferungsabkommen.

13.06.2018 07:45
Todesfall Susanna
Polizeibeamte bringen Ali B. nach seiner Vernehmung in Wiesbaden zu einem Polizei-Hubschrauber. Foto: Hasan Bratic (dpa)

Die irakische Regierung hat die Übergabe des Tatverdächtigen im Fall Susanna an Deutschland als Rechtsverstoß kritisiert. Es gebe zwischen beiden Ländern kein Abkommen über eine Auslieferung von gesuchten Personen, teilte das Außenministerium in Bagdad am Mittwochmorgen mit. Den Verstoß hätten sowohl die kurdische Regionalregierung als auch Deutschland begangen. Nur das Justizministerium der irakischen Zentralregierung in Bagdad habe die Befugnis für einen Austausch von Gesuchten.

Der Verdächtige Ali B. war nach der Tat in die kurdischen Autonomiegebiete im Nordirak geflohen und dort festgenommen worden. Kurdische Sicherheitskräfte übergaben ihn am Samstag in der Regionalhauptstadt Erbil deutschen Polizeibeamten, die ihn zurück nach Deutschland geleiteten. Der Chef der Bundespolizei, Dieter Romann, war persönlich in den Nordirak geflogen, um den Verdächtigen abzuholen. (dpa)
 

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