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Landgericht Frankfurt Tödliches Eifersuchtsdrama

Ein Mann soll erst seine Schwiegermutter getötet und später seiner Ehefrau das Gesicht zerschnitten haben. Er muss sich erneut vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. In diesem Prozess geht es darum, ob der Angriff auf die Ehefrau als versuchter Totschlag zu werten ist.

Das Amtsgericht Frankfurt hat eine Prostituierte frei gesprochen. Foto: ddp

Ein tödliches Eifersuchtsdrama in Oberursel beschäftig seit Mittwoch erneut das Frankfurter Landgericht. Das Gericht hatte im November 2012 wegen Totschlags und versuchten Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren verurteilt. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil kassiert – allerdings nur hinsichtlich des Strafmaßes, das nun neu verhandelt werden muss.

Laut Urteilsspruch hatte der heute 73 Jahre alte Mann im Juli 2011 seine 84 Jahre alte Schwiegermutter erstochen – in der Annahme, diese wolle ihre Tochter mit nach Brasilien nehmen und sie dort mit einem anderen Mann verheiraten. Schon damals stand der Mann unter Verdacht, der sich jedoch nicht erhärten ließ – die Ermittlungen wurden eingestellt.

Alibi doch nicht wasserdicht

Seine Ehefrau aber, die fest von seiner Schuld überzeugt war, trennte sich von ihm. Im Januar 2012 lauerte der Mann dann seiner damals 53 Jahre alten Ehefrau auf, verfolgte sie vom Supermarkt nach Hause und zog ihr ein Rasiermesser durchs Gesicht. Im Laufe der neuen Ermittlungen zeigte sich dann, dass das Alibi des Mannes für die erste Zeit doch nicht so wasserdicht war, wie ursprünglich angenommen.

Im ersten Prozess hatte der Angeklagte die Tötung der Schwiegermutter bis zuletzt bestritten. Diese steht im neuen Prozess nicht mehr zur Debatte. Im Grunde geht es nur noch darum, ob die Attacke auf die Ehefrau als versuchter Totschlag zu werten ist.

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