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Landgericht Frankfurt Tödlicher Schuss auf Drogenhändler

Elf Jahre nach dem Tod eines Drogenhändlers im Frankfurter Stadtteil Rödelheim stehen zwei Männer vor Gericht. Sie sagen aus, der tödliche Schuss sei ein Unfall gewesen.

21.02.2018 13:51
Land- und Amtsgericht Frankfurt am Main
Das Landgericht und Amtsgericht in Frankfurt am Main. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

Elf Jahre nach einem tödlichen Schuss auf einen Drogenhändler stehen seit Mittwoch zwei Angeklagte vor dem Landgericht Frankfurt. Den 37 und 34 Jahre alten Männern wird vorgeworfen, den damals 22 Jahre alten Dealer im Januar 2007 an das Niddaufer bei Frankfurt-Rödelheim gelockt haben, wo zehn Gramm Heroin den Besitzer wechseln sollten. Ihnen wird Raub mit Todesfolge vorgeworfen. Die Männer sollen geplant haben, dem Drogenhändler das Rauschgift einfach abzunehmen. Deshalb hätten sie eine Pistole dabei gehabt. Ein Schuss habe sich gelöst und den 22-Jährigen tödlich am Kopf getroffen. Laut Anklage nahmen sie dem Opfer das Rauschgift ab und flüchteten.

Vor Gericht räumten die Angeklagten zu Prozessbeginn den äußeren Geschehensablauf ein. Der tödliche Schuss sei allerdings als Unfall anzusehen - keiner von ihnen habe daran gedacht, den Dealer wegen zehn Gramm Heroin zu töten. Auch die Staatsanwaltschaft geht nur bei dem Raub von einer vorsätzlichen Tat aus, bei der Tötung des Opfers dagegen von Fahrlässigkeit.

Die Angeklagten konnten erst nach knapp zehn Jahren identifiziert werden. Inhaftierte Bekannte von ihnen hatten entsprechende Angaben gemacht. Im Januar vergangenen Jahres waren sie festgenommen worden.

Die Schwurgerichtskammer steht vor einer umfangreichen Beweisaufnahme. Es gibt noch mehrere Fortsetzungstermine bis Mitte April. (dpa)

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