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Landgericht Frankfurt Geständnis im Prozess um Schwarzarbeit

Der ehemalige Inhaber eines Trockenbauunternehmens gesteht vor dem Landgericht Frankfurt, Schwarzarbeiter beschäftigt zu haben.

03.11.2017 21:00
Symbolfoto Gericht
Justitia ist wachsam (Symbolfoto). Foto: imago

Mit einem Geständnis ist vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess um Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit im Volumen von rund einer Million Euro eröffnet worden. Der Angeklagte, ein 38 Jahre alter ehemaliger Inhaber eines Trockenbauunternehmens räumte am Freitag ein, im Tatzeitraum zwischen Juni und Oktober 2010 in einer Vielzahl von Fällen Arbeitskräfte beschäftigt zu haben, die nur teilweise oder gar nicht sozialversichert waren.

Der dabei den Sozialversicherungsträgern vorenthaltene Betrag beläuft sich nach Berechnungen der Staatsanwaltschaft auf rund 860 000 Euro. Dazu kommen 194 000 Euro an hinterzogenen Lohnsteuern.

Mit Blick auf seinen Werdegang sagte der 38-Jährige, er habe eine professionelle Ausbildung zum Manager in der Gastronomiebranche durchlaufen. Dann sei er ins Baugewerbe gewechselt. Dort habe er in kürzester Zeit eine ganze Reihe lukrativer Aufträge übernommen, allein in dem dreimonatigen Tatzeitraum habe er für rund 40 unterschiedliche Auftragggeber gearbeitet.

Das Geständnis des Angeklagten dürfte den ursprünglich auf sieben Verhandlungstage terminierten Prozess abkürzen. Im Rahmen einer Prozessabsprache stellte das Gericht dem Angeklagten eine Strafe von bis zu zwei Jahren in Aussicht, die zur Bewährung ausgesetzt werden könnte. (dpa)

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