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Illegale Waffen in Frankfurt Gericht verwarnt Frankfurter Waffennarr

Bei einem Brand entdeckt die Feuerwehr in einem Frankfurter Keller ein regelrechtes Waffenlager. Der Besitzer kommt jetzt vor Gericht mit einer Verwarnung davon.

07.12.2017 13:49
Symbolfoto Gericht
Justitia ist wachsam (Symbolfoto). Foto: imago

Ein Sportschütze ist in Frankfurt von einem Gericht verwarnt worden, weil er in seinem Keller einige illegale Waffen gelagert hatte. Bleibt der 53-Jährige in den kommenden beiden Jahre straffrei, muss er die vom Amtsgericht am Donnerstag ausgesprochene Geldstrafe von 1120 Euro (140 Tagessätze) nicht zahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor bereits die beschlagnahmten, verbotenen Messer und Luftpistolen eingezogen.

In der Küche des Mannes war im August 2015 eine defekte Geschirrspülmaschine in Brand geraten, deshalb rückte die Feuerwehr an. Die Löschtrupps entdeckten in den Kellerräumen des Hauses - so einer der Beamten im Zeugenstand - „ein regelrechtes Militärmuseum“. Von rund 100 unterschiedlichen Waffen waren einige illegal, darunter Messer, Schlagringe und Pistolen.

Für die anderen Waffen hatte der Sportschütze Besitzrechtkarten. Zunächst wurde auch ein Maschinengewehr beschlagnahmt, das laut Gesetz als Kriegswaffe gilt. Ein Gutachter stellte jedoch fest, dass das Gewehr aufgrund von Nacharbeiten „für einen Einsatz im Krieg nicht mehr tauglich“ gewesen sei. Verwarnt wurde der ansonsten geständige Mann deshalb lediglich für die waffenrechtlichen Verstöße.

Der Vorfall traf ihn indes außergerichtlich am härtesten: Weil er von seiner Tätigkeit als Gepäckfahrer am Flughafen freigestellt wurde, musste er nach eigener Aussage rund 30 000 Euro Schulden zur Finanzierung seines Lebensunterhaltes aufnehmen. (dpa)

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