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Hauptbahnhof in Frankfurt Helfer geschlagen

Zwei Helferinnen vom Malteser Rettungsdienst kümmern sich am Hauptbahnhof in Frankfurt um einen gestürzten Mann und werden dabei massiv von einem Senior gestört. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

Hauptbahnhof in Frankfurt
Der Bahnhofsvorplatz. Foto: Alex Grimm

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 69 Jahre alten Mann erhoben. Ihm wird Körperverletzung, Beleidigung und ein „tätlicher Angriff auf Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen“ vorgeworfen. Der bizarre Tatvorwurf: Am 29. Oktober 2017 bricht ein Mann auf einer Rolltreppe im Hauptbahnhof zusammen. Die Rolltreppe wird angehalten, zwei Helferinnen vom Malteser Rettungsdienst eilen herbei.

Noch während der Mann, der sich beim Sturz eine blutende Kopfwunde zugezogen hat, vor Ort versorgt wird, schickt sich der Angeklagte an, die ruhende Rolltreppe hinunterzusteigen. Die Bitten der Helfer, einen anderen Weg zu wählen, ignoriert er. Er sei Arzt und dürfe die Treppe benutzen, sagt er.

Der Helferin, die den Verletzten versorgt, rammt er seinen Ellenbogen ins Gesicht, sie stürzt und zieht sich eine Gehirnerschütterung und Prellungen zu. Der zweiten Helferin verdreht er das Handgelenk, auch sie stürzt und erleidet Prellungen. Als ihn zwei Sicherheitsleute der Deutschen Bahn schließlich festhalten, bis die Polizei eintrifft, beschimpft er seine Kontrahenten als „Schweine“ und rät ihnen: „Ihr solltet wieder in euer Land gehen, lernt erst mal Deutsch!“ Ein Termin für die Verhandlung vor dem Amtsgericht steht noch nicht fest.

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