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Syrien-Heimkehrer Aus Langeweile zum IS

Ein heute 28-Jähriger schließt sich in Syrien der Terrormiliz IS an, dann kehrt er nach Deutschland zurück. Jetzt erhebt die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft Klage gegen den Heimkehrer.

Die Flagge der Terrororganisation "Islamischer Staat". Foto: rtr

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen einen 28 Jahre alten türkischen Staatsangehörigen erhoben. Ihm werden Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last gelegt.

Der Mann soll im Juni 2013 von Frankfurt über die Türkei nach Syrien ausgereist sein und sich dort zunächst der terroristischen Vereinigung „Junud al Sham“ angeschlossen haben, bei der er auch die Terrorgrundausbildung absolviert habe. Doch bereits im November soll er mit fliegenden Fahnen zum IS gewechselt sein. Hintergrund für den Wechsel sollen laut Anklägern „die mangelnden Kampfeinsätze der ,Junud al Sham‘“ gewesen sein.

Im Dezember 2013 kehrte der Angeschuldigte nach Deutschland zurück und lebt seitdem in Frankfurt, wo er im September vergangenen Jahres festgenommen wurde. Seitdem sitzt er in U-Haft. Wann der Prozess beginnt, ist noch nicht klar.

Derweil hat das Landgericht am Freitag einen 24-jährigen IS-Sympathisanten zu einer Bewährungsstrafe von zwei Monaten verurteilt. Er muss zudem an therapeutischen Gesprächen zwecks Deradikalisierung teilnehmen. Der nach wie vor strenggläubige Angeklagte, der auf seinem Twitter-Account die IS-Flagge abgebildet hatte, hatte sich vor dem Gericht offiziell vom IS distanziert. Die Staatsschutzkammer entschloss sich zu der äußerst milden Strafe, um die berufliche Karriere des Mannes, der derzeit eine Ausbildung macht, nicht zu ruinieren.

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