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Frankfurt Anklage wirft Rocker Mordversuch vor

Ein 34-jähriger Rocker soll einen Bordell-Freier mit Messerstichen schwer verletzt haben. Die Anklage geht von versuchtem Mord aus.

01.03.2018 16:11
Richterhammer
Richterhammer auf einer Richterbank. Foto: Uli Deck/Archiv

Nach einer lebensgefährlichen „Abreibung“ eines Bordell-Freiers steht seit Donnerstag ein Mann aus der Rocker-Szene vor dem Landgericht Frankfurt. Die Anklage geht von einem heimtückischen Mordversuch aus, weil das Opfer „arg- und wehrlos“ gewesen sei.

Der 34-Jährige soll den drei Jahre älteren Freier im Februar vergangenen Jahres in eine Wohnstraße nach Frankfurt-Eckenheim gelockt haben, wo er ihm laut Staatsanwaltschaft plötzlich mit einem Messer mehrere Stiche in den Oberkörper versetzte und mit Tritten schwer verletzte. Nur durch das schnelle Eingreifen der von Anwohnern verständigten Polizei konnte der Mann rechtzeitig in das Krankenhaus gebracht werden.

Angeklagter bestreitet Tötungsabsicht

Hintergrund der „Abreibung“ sei ein vorausgegangener Besuch des Opfers in einem Bordell gewesen, in dem es mit der Lebensgefährtin des Angeklagten Geschlechtsverkehr hatte. Die Frau hatte ihrem Lebenspartner danach erzählt, von dem Freier K.O.-Tropfen in ein Getränk geschüttet bekommen zu haben. Nach Aussage des Opfers war der kritische Zustand der Prostituierten allerdings allein auf deren starken Alkoholkonsum zurückzuführen. Der Angeklagte wies eine Tötungsabsicht von sich. Er sei lediglich verärgert über den Freier gewesen. (dpa/lhe) 

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