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Europa League Fußball-Fans beschießen Polizei mit Pyrotechnik

213 Marseille-Fans haben vor dem Europa-League-Spiel in Frankfurt ein Betretungsverbot für die Stadt erhalten. Sie hatten Schlagstöcke und Pyrotechnik dabei. Einige Fans sollen sich äußerst aggressiv verhalten haben.

Europa League-Spiel in Frankfurt
Schlagstöcke und Pyrotechnik - diese Gegenstände stellte die Polizei bei französischen Fußball-Fans sicher. Foto: Polizei Frankfurt

Anhänger des französischen Fußballclubs Olympique Marseille haben vor dem Europa-League-Spiel in Frankfurt die Polizei in Atem gehalten. 213 Marseille-Fans erhielten ein Betretungsverbot für das Stadtgebiet Frankfurt, berichtete die Frankfurter Polizei am Freitag. Auf der Heimfahrt nach Hause, bei der sie von der Polizei begleitet wurden, beschossen einige von ihnen in Frankreich gleich hinter der Grenze zu Deutschland einen Polizei-Wagen mit Pyrotechnik.

Wie die Frankfurter Polizei berichtete, kontrollierte die Bundespolizei am Donnerstag an der deutsch-französischen Grenze am Grenzübergang „Goldene Bremm“ 213 Fußball-Fans, die in vier Reisebussen auf dem Weg zum Europa-League Spiel nach Frankfurt waren. Dabei entdeckten sie 12 Messer, 13 Schlagstöcke, 25 Sturmhauben, vier Paar Handschuhe mit Schlagschutz, zwei Pfeffersprays, drei Mundschützer, 173 Bengalos, 26 Böller, Rauschgift und ein Beil. Die Gegenstände seien zum Teil in den Deckenverkleidungen der Reisebusse versteckt gewesen, so die Polizei weiter. Die 213 Marseille-Fans, von denen einige ein aggressives Verhalten gezeigt haben sollen, erhielten daraufhin ein Betretungsverbot für das Stadtgebiet Frankfurt. 

Da die Marseille-Fans damit nicht zum Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Olympique Marseille im Waldstadion gehen konnten, entschieden sich die französischen Fußball-Fans, die Heimreise nach Frankreich anzutreten. Die vier Reisebusse seien dabei von drei französischen Polizeistreifen begleitet worden, berichtete die Frankfurter Polizei. Nur 300 Meter hinter der deutschen Grenze hätten die vier Reisebusse plötzlich unvermittelt gehalten. Fans sollen dann aus den Fahrzeugen ausgestiegen sein und Pyrotechnik im großen Stil abgefackelt haben. 

Um die französischen Polizisten zu unterstützen, sperrte die Bundespolizei gemeinsam mit der saarländischen Landespolizei die A6 Richtung Frankreich ab und fuhren auf französisches Hoheitsgebiet. Das erste Polizei-Fahrzeug sei daraufhin mit Pyrotechnik beschossen worden. Erst nach Eintreffen weiterer deutscher Polizisten, hätten die Fußball-Fans wieder ihre Busse bestiegen und seien weitergefahren. 

Wie die Frankfurter Polizei weiter berichtete, hätten die Marseille-Fans noch weitere Pyrotechnik in ihren Bussen gehabt, die von der Bundespolizei bei der Durchsuchung der Reisebusse nicht gefunden worden sei.

Insgesamt zog die Polizei nach dem Europa-League-Spiel jedoch eine positive Bilanz. Das Spiel sei ohne besondere Vorkommnisse verlaufen. Ein wesentlicher Grund dafür, dürfte die intensiven Kontrollen der Bundespolizei an der deutsch-französischen Grenze gewesen sein, bei denen 144 Beamte im Einsatz gewesen seien.

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