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Einsatz in Kassel Schule nach Bombendrohung geschlossen

1. UpdateÜber den Notruf kündigt ein Unbekannter einen Bombenanschlag auf die Paul-Julius-von-Reuter-Schule in Kassel an. Die Schule wird deshalb vorübergehend geschlossen.

Symbolfoto Polizei
Polizei im Einsatz (Symbolfoto). Foto: dpa

Schüler der Paul-Julius-von-Reuter-Schule in Kassel wurden am frühen Freitagmorgen zunächst nach Hause geschickt. Grund war eine Bombendrohung, die gegen 3 Uhr über den Notruf 110 bei der Leitstelle des Polizeipräsidiums Nordhessen eingegangen war. Der anonyme Anrufer kündigte an, dass am Morgen eine Bombe an der Schule hochgehen werde. Sprengstoffspürhunde fanden jedoch bei der Durchsuchung des Gebäudes keinen Sprengkörper. Der Schulbetrieb sollte deshalb um 10 Uhr starten, wie ein Sprecher der Kasseler Polizei am Freitag berichtete.

Die Polizei ging in Abstimmung mit Fachberatern des Zentralen Psychologischen Dienstes an der Hessischen Polizeiakademie in Wiesbaden schon am frühen Freitagmorgen nicht davon aus, dass der Anrufer es ernst meinte, sagte der Polizei-Sprecher. Trotzdem habe man sich entschieden, die Schule vorübergehend vorsorglich zu schließen. Schüler, die am frühen Morgen kamen, wurden zunächst nach Hause geschickt. Um 10 Uhr begann dann wieder der Schulbetrieb.

Einsatzkräfte hatten zuvor am frühen Morgen das Schulgebäude durchsucht. Dabei wurden auch Sprengstoffspürhunde eingesetzt, sagte der Polizei-Sprecher. Da bei der Suche kein Sprengkörper gefunden wurde, konnte als erstes das Sekretariat der Schule besetzt werden. Es ist eine Hotline für Schüler und Eltern eingerichtet worden, die unter der Rufnummer 0561/766390 zu erreichen ist.

Die Polizei sei dabei, die Identität des Anrufers zu klären. Gegen ihn werde wegen der Straftat „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“  ermittelt. Das Gespräch des Hochdeutsch sprechenden Anrufers sei aufgezeichnet worden, so der Sprecher weiter. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Anrufer ermittelt werden könne.  Warum, dazu wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen. Er warnte mögliche „Trittbrettfahrer“ davor, ähnliche Anrufe zu machen. Die Polizei verfüge über technische Möglichkeiten, die ihr erlaube, Anrufe zurückzuverfolgen.

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