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Bockenheim Sechs Fahrzeuge ausgebrannt - Autonome Szene im Verdacht

Brandstiftung auf dem Gelände der Deutschen Bahn in Bockenheim. Ein Bekennerschreiben lenkt den Verdacht auf die autonome Szene.

Brandreste von Autos auf Bahngelände
Am Brandort in Bockenheim sieht man nur noch verkohlten Schutt. Foto: Monika Müller

Auf einem Betriebsgelände der Deutschen Bahn in Bockenheim sind in der Nacht zu Freitag sechs Baustellenfahrzeuge vollständig ausgebrannt. Wie die Polizei mitteilte, sei das Feuer in der Kasernenstraße unweit des Westbahnhofs gegen drei Uhr von Augenzeugen bemerkt worden. Als die Feuerwehr am Ort eintraf, standen die Fahrzeuge, darunter vier Transporter, ein Pickup und ein Pritschenwagen, demnach bereits vollständig in Flammen.

Die Einsatzkräfte konnten den Brand den Angaben zufolge zwar löschen, die Fahrzeuge wurden aber dennoch völlig zerstört. Am Freitagvormittag waren die Wracks bereits abtransportiert, vor Ort waren lediglich noch verkohlter Schutt und einige Reste des versprühten Löschschaums zu sehen.

Hoher Sachschaden

Wie ein Polizeisprecher der Frankfurter Rundschau am Freitag sagte, gingen die Ermittler aktuell von Brandstiftung als Ursache des Feuers aus, da die nebeneinander geparkten Fahrzeuge alle gleichzeitig gebrannt hätten. Der Sprecher bestätigte zudem, dass der Polizei bereits ein mutmaßliches Bekennerschreiben vorliege. Darin bezichtigten sich die anonymen Autoren selbst, aus der autonomen Szene zu stammen und die Fahrzeuge in Brand gesteckt zu haben. Man wolle damit dagegen protestieren, dass die Deutsche Bahn auch für die Bundeswehr und die NATO als Transport- und Logistikunternehmen tätig sei. Vom Sprachduktus könne das Schreiben durchaus aus der autonomen Szene stammen, so der Sprecher. Die Echtheit des Briefs sei aber nicht geklärt. Momentan könne man auch andere Brandursachen nicht endgültig ausschließen. Die Ermittlungen stünden erst am Anfang.

Auch die entstandene Schadenshöhe wollte der Polizeisprecher vorerst nicht beziffern. Da sich in den Fahrzeugen unter anderem Spezialwerkzeug und Material für Gleisarbeiten befunden habe, werde der Sachschaden aber voraussichtlich im sechsstelligen Bereich liegen.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte der FR, es sei derzeit noch nicht klar, welcher Baustelle die Fahrzeuge genau zugeordnet gewesen seien. „Wir sind gerade jetzt in den Sommerferien überall aktiv um Frankfurt West“, sagte der Sprecher. Neben dem Ausbau der S-Bahn-Linie 6 werde derzeit auch an einer Zufahrt zum Frankfurter Hauptbahnhof und am Frankfurter S-Bahn-Tunnel intensiv gearbeitet. Man müsse nun zunächst die Ermittlungen der Polizei abwarten.

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