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Beil-Attacke in Frankfurt Beil-Attacke im Seniorenheim

Nach einer Beil-Attacke im Seniorenheim muss ein 73-Jähriger nicht in die Psychiatrie, weil er sich seit längerer Zeit unauffällig gezeigt habe.

05.02.2016 14:56
Justitia ist wachsam. Foto: FR/Rutkowski

Eine Beilattacke auf einen Nachbarn im Seniorenheim bleibt für einen 73 Jahre alten Rentner ohne strafrechtliche Folgen. Das Landgericht Frankfurt lehnte die Unterbringung des als schuldunfähig geltenden Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus am Freitag ab. Nachdem sowohl er als auch das Opfer zwischenzeitlich nicht mehr in der Senioreneinrichtung wohnten, bestehe keine Wiederholungsgefahr, erklärte die Richterin. In den zwei Jahren seit der Entlassung des Angeklagten aus der Untersuchungshaft war auch nicht Auffälliges mehr vorgefallen.

Die Tat hatte sich bereits im Oktober 2013 ereignet. Weil er sich von dem beinamputierten Wohnungsnachbarn bedroht fühlte, schlich der 73-jährige nachts in dessen Wohnung und schlug dem im Bett liegenden Mann drei- bis viermal mit der stumpfen Seite eines Beils auf den Kopf. Das Opfer musste mit massiven Verletzungen in die Klinik. In einem psychiatrischen Gutachten wurden «wahnhafte Vorstellungen» beim Täter festgestellt. Gleichwohl falle eine Gefahrenprognose zu seinen Gunsten aus, weil er sich seit längerer Zeit unauffällig gezeigt habe. «Begeben Sie sich aber bitte in psychiatrische Behandlung», riet ihm die Vorsitzende Richterin. (dpa)

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