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Antisemitismus Ermittlungen gegen zwei Männer

Der Rabbiner Mendel Gurewitz wird in Offenbach beleidigt. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun gegen zwei 20-Jährige. Einer der Männer könnte ein Wiederholungstäter sein.

Jüdische Gemeinde in Offenbach
Der Offenbacher Rabbiner Mendel Gurewitz, hier zusammen mit dem damaligen Oberbürgermeister Horst Schneider. (Archivbild) Foto: Monika Müller

Wegen des Verdachts der Beleidigung des Offenbacher Rabbiners Mendel Gurewitz ermitteln die Staatsanwaltschaft Darmstadt und die Kriminalpolizei Offenbach gegen zwei junge Männer. Dabei geht es auch um die Frage, ob einer der beiden heute 20-Jährigen bereits im Sommer 2013 an einem Angriff auf den jüdischen Geistlichen im Offenbacher Einkaufszentrum Komm beteiligt gewesen war. Die Attacke hatte damals bundesweit Schlagzeilen gemacht.

Die beiden jungen Offenbacher sollen am vergangenen Freitag, 6. Juli, gemeinsam mit vier Begleitern den Rabbiner der jüdischen Gemeinde Offenbach beleidigende Worte zugerufen haben, als dieser auf dem Weg zum Gottesdienst in der Synagoge an der Kaiserstraße unterwegs war.

Nach Darstellung des Rabbiners Gurewitz sollen neben Parolen wie „Free Palestine“ auch Beleidigungen wie „Scheiß-Jude“ gefallen sein. Eine Polizeistreife, die sich in der Nähe aufhielt, konnte die Männer stoppen und ihre Personalien feststellen.

Derzeit werde geprüft, ob einer der beiden Männer, gegen die ermittelt werde, bereits vor fünf Jahren an dem Angriff auf den Rabbiner in dem Offenbacher Einkaufszentrum beteiligt gewesen war, wie Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei am Mittwoch in einer gemeinsamen Presseerklärung berichteten. Damals war Gurewitz verbal und körperlich attackiert worden.

Beide 20-Jährige sind den Ermittlungsbehörden wegen Eigentumsdelikten bekannt.

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