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Angriff auf Anwalt Erbe des Falk-Verlages festgenommen

Ein Unbekannter schießt einem Anwalt in Frankfurt ins Bein. Acht Jahre nach der Tat soll die Polizei den Sohn und Erben des Stadtplanerfinders Gerhard Falk als mutmaßlichen Auftraggeber festgenommen haben.

Symbolfoto Polizei
Polizei im Einsatz (Symbolfoto). Foto: dpa

Acht Jahre, nachdem ein Frankfurter Wirtschaftsanwalt vor seinem Wohnhaus in Harheim von einem Unbekannten ins Bein geschossen und schwer verletzt wurde, hat die Polizei den mutmaßlichen Auftraggeber festgenommen. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung handelt es sich um Alexander Falk, den Sohn und Erben des Stadtplanerfinders Gerhard Falk.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft bestätigte lediglich, dass aufgrund eines Haftbefehls wegen versuchter Anstiftung zu einem Tötungsdelikt am Dienstag ein 49 Jahre alter Geschäftsmann vor seinem Unternehmenssitz im Hamburger Stadtteil Altona festgenommen wurde. Er sollte noch gestern dem Haftrichter vorgeführt werden.

Bereits nach dem Schuss im Februar 2010, der als eine Warnung an den Anwalt interpretiert wurde, war Falk auf der Liste der Verdächtigen. Dem Unternehmer konnte aber nichts nachgewiesen werden, da er zu dem Zeitpunkt im Gefängnis saß: Er war 2008 wegen versuchten Betrugs und Bilanzfälschung zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden, weil er 2001 den Käufer einer seiner Firmen übers Ohr gehauen hatte. Der Anwalt war zum Zeitpunkt des Schusses mit einer Zivilklage gegen Falk beschäftigt. Dieser Zivilprozess fand im September 2012 seinen Abschluss: Falk wurde zur Zahlung von 209 Millionen Euro verurteilt. Seit 2011 ist er wieder in Freiheit.

Der Falk-Verlag, bis 1996 in Familienbesitz, hatte ein Vermögen verdient mit Stadtplänen, die man auseinander- und zumindest rein theoretisch auch wieder zusammenfalten konnte. In der Praxis gelang das höchst selten. 

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