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Amoklauf in München Zehn Prozesstage für mutmaßlichen Waffenhändler

Er soll dem Amokläufer von München die Tatwaffe verkauft haben: Ende August beginnt der Prozess gegen einen mutmaßlichen Waffenhändler aus Marburg. Vorerst werden zehn Tage für die Verhandlung angesetzt.

24.07.2017 13:35
Tatwaffe
Die Tatwaffe des Amokläufers im Landeskriminalamt in München. Foto: dpa

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Verkäufer der Waffe für den Münchner Amoklauf soll zunächst bis 19. September dauern. Vom 28. August an sind zehn Verhandlungstage angesetzt, wie das Oberlandesgericht München am Montag mitteilte. Das Gericht kann später allerdings noch weitere Termine festlegen. Der 32 Jahre alte Mann aus Marburg muss sich wegen fahrlässiger Tötung in neun Fällen und illegalen Waffenhandels verantworten.

Der Amokschütze David S. hatte die Pistole Glock 17 über das sogenannte Darknet besorgt, einen anonymen Teil des Internets. Dort soll er die Waffe sowie Munition von dem Angeklagten gekauft haben. Am 22. Juli 2016 erschoss David S. damit am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen und verletzte fünf weitere, ehe er sich selbst tötete.

Dem mutmaßlichen Waffenhändler wird deshalb auch fahrlässige Körperverletzung in fünf Fällen vorgeworfen. Er war im August 2016 in Marburg im festgenommen worden - zunächst in Zusammenhang mit anderen Waffengeschäften. Die Staatsanwaltschaft legt ihm neben dem Verkauf der Waffe an David S. weitere Verstöße gegen das Waffengesetz sowie gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last. Er soll auch mit einem großkalibrigen Gewehr gehandelt haben, das als Kriegswaffe gilt. (dpa)

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