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Kommentar zu Kifög-Korrektur Bouffier merkelt

Bouffier und seine schwarz-gelbe Regierung korrigieren die wichtigsten Fehler des Kifög. Bouffier tut, was Bundeskanzlerin Angela Merkel erfolgreich, aber oft gegen das Murren der Hessen-CDU, praktiziert. Er kassiert ein Gesetz, das einen öffentlichen Aufschrei provoziert hat.

Ministerpräsident Volker Bouffier tut, was Angela Merkel erfolgreich praktiziert: Gesetze nach Protesten kassieren. Foto: dpa

Bouffier und seine schwarz-gelbe Regierung korrigieren die wichtigsten Fehler des Kifög. Bouffier tut, was Bundeskanzlerin Angela Merkel erfolgreich, aber oft gegen das Murren der Hessen-CDU, praktiziert. Er kassiert ein Gesetz, das einen öffentlichen Aufschrei provoziert hat.

Manchmal ist es gut, dass Wahlen bevorstehen. Angesichts des Zorns über das Gesetz zur Kinderbetreuung reagieren Volker Bouffier und seine schwarz-gelbe Regierung. Sie korrigieren die wichtigsten Fehler des Kifög. Vor allem die Befürchtung, dass die Gruppen größer werden, wird ausgeräumt.

Die Protestwelle war jedoch mehr als der Aufschrei gegen ein schlecht gemachtes Gesetz. Das Kifög ist zum Symbol geworden für die Geringschätzung, die Erzieherinnen und Erzieher wahrnehmen. Ihre miese Bezahlung nach langer Ausbildung spielt dabei die wichtigste Rolle. Umso bedeutender ist es, dass sie Anerkennung erfahren. Im Kifög sahen sie genau das Gegenteil.

So war es ein fataler Fehler, im Gesetzentwurf Menschen ohne pädagogische Ausbildung als Fachkräfte zuzulassen. Auch wenn manche Träger sich eine solche Lösung wünschen: Erzieherinnen mussten darin eine Abwertung ihrer Fähigkeiten sehen.

Bouffier tut, was Bundeskanzlerin Angela Merkel erfolgreich, aber oft gegen das Murren der Hessen-CDU, praktiziert. Er kassiert ein Gesetz, das einen öffentlichen Aufschrei provoziert hat. Das war schon beim Turbo-Abi so. Auch das Waldgesetz, gegen das Mountainbiker und Reiter Sturm liefen, wurde begradigt. Erst in dieser Woche hat er ein paar Euro für sozialen Wohnungsbau lockergemacht, weil die Regierung auch hier zu viel Gegenwind spürte.

Inhaltlich war jede Korrektur richtig. Unter dem Druck bevorstehender Wahlen fällt das offenbar leichter als sonst.

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