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Kommentar zu G9 Nicht bedarfsgerecht

Die Debatte um die Wahlfreiheit beim gymnasialen Bildungsgang fördert Kuriositäten zutage. Etwa die, dass die SPD-Bildungspolitikerin Heike Habermann Gesamtschulen offenbar für keine echte Alternative zum Gymnasium hält. Eine andere Kuriosität ist, dass das Kultusministerium in Person von Staatssekretär Lorz allen Ernstes behauptet, die für das nächste Schuljahr zu erwartenden G9-Angebote seien bedarfsgerecht.

Man muss nicht allzu hellsichtig sein, um zu erkennen, dass mit Sicherheit mehr als die Hälfte der Eltern für ihr Kind den längeren Weg zum Abitur für den richtigen hält. Ein Drittel der Plätze am Gymnasium – nimmt man die Kooperativen Gesamtschulen dazu, kommt man auf 45 Prozent – reichen dafür bei weitem nicht aus.

Einen einfachen Ausweg aus dieser Misere kann bislang niemand aufzeigen. Wer es mit dem Selbstbestimmungsrecht der Schulen in dieser Frage ernst nimmt, muss ihnen auch die Wahl lassen. Den Unmut vieler Eltern wird das nicht mindern. Die Regierungsparteien könnte das bei der anstehenden Landtagswahl Stimmen kosten. Obwohl doch Ministerpräsident Bouffier mit seiner überstürzten Ankündigung des Wahlrechts das Thema Turbo-Abitur hatte abräumen wollen.

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