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Klatsch & Tratsch Peace, Jörg Harraschain

Nordend-Urgestein Jörg Harraschain hat eine Lösung für die Spontan-Party auf dem Friedberger Platz, die nach hinten losgehen kann. Franjo Lijovic scheffelt auch keine Reichtümer und Patrik Mayer hat auch nur einen Titel mehr.

24.06.2010 00:06
Der Ex-Ortsvorsteher hat Ideen. Foto: FR/Oeser

Erinnern Sie sich noch an die späten 60er und die wilden 70er? Geile Zeiten, das. Es roch nach Aufruhr, Freiheit, sexueller Revolution und indischen Räucherstäbchen. In der studentischen Vollversammlung wurde diskutiert, bis die Köpfe rauchten. Und wenn sie glühten: ab zur Demo! Denn gegen das faschistoide Schweinesystem konnte man sagen, was man wollte: mit wohltemperierten Wasserwerfern war das immer schnell zur Hand, da war auf die Jungs von der Knüppelgarde stets Verlass.

Und heute? Sind Sie, Jörg Harraschain, Ex-Ortsvorsteher und sowas wie der Erz-Nordend-Grüne schlechthin, zudem auch Leserbriefschreiber. Und schreiben uns, wie Sie den Friedberger Platz befrieden würden, wo sich heutzutage unerwünschtes Partyvolk zusammenrottet. "Wie wäre es, wenn man - wie im Holzhausenpark - eine Sprinkleranlage installieren würde, die gegen 23 Uhr den Rasen zu berieseln begänne?" Wie das wäre? Fragen Sie sich doch mal selbst, ob Sie sich anno dunnemals, als Sie noch nicht mürbe waren vom Marsch durch die Institutionen, von einer Sprinkleranlage von einem Besuch der Startbahn-West-Baustelle hätten abhalten lassen. Na? Eben! Die Idee ist trotzdem gut, denn duschen kann nie schaden. In diesem Sinne: Wasser marsch und ein dreifach donnerndes Ha-Ha-Hatschi-Minh!

Dumm gelaufen, Frano Lijovic

Sie sind ein Held, keine Frage. Sie haben einen Nachbarn, der sich vom Balkon stürzen wollte, fest- und davon abgehalten. Dafür sollte Ihnen eigentlich Gutes widerfahren. Blutjunge, wunderschöne Hessinnen sollten Ihnen Bembel kredenzen und ungefragt nachfüllen, Verkehrsbetrieben sollte es eine Ehre sein, Sie kostenlos chauffieren zu dürfen, ein Sack voll Gold, eine Handvoll Edelsteine - all das hätten Sie verdient. Und stattdessen? Wurden Sie gestern von Stadtrat Volker Stein bei höchst angenehmen Außentemperaturen im Inneren des Römer, genauer im Limpurgsaal, öffentlich belobigt. Das war´s. Das hammse jetzt davon. Und da wird man immer aufgefordert, Zivilcourage zu zeigen.

Patrik Mayer ragt heraus

Wenn in der kommenden Saison mal nicht alles rund laufen sollte im Waldstadion, falls die stolzen Adler sich irgendwie - was Gott verhüten möge - in die untere Tabellenhälfte verirren sollten, kurz: wenn auf dem ganzen Rumgebolze mal wieder kein Segen liegt, dann nehmen Sie ihren traurigen Nachbarfan in die Arme, drücken ihn und sagen: "Eins kann uns keiner nehmen: Die Auszeichnung ,Executive of he Year´, also Stadionmanager des Jahres, ging heuer an den Geschäftsführer der Commerzbank-Arena, Patrik Mayer. Bei den erstmalig vergebenen Stadium Business Awards wurden in verschiedenen Kategorien herausragende Leistungen im internationalen Stadion- und Arena-Management ausgezeichnet." Und wenn Ihr Gegenüber dann fragt, was das denn für herausragende Leistungen sein sollen, um Bier und Wurst könne es sich jedenfalls nicht handeln, dann antworten Sie ihm einfach mit jenen schönen Worten, die französische Nationalspieler von Zeit zu Zeit ihrem Trainer ins Stammbuch schreiben und die an dieser Stelle nicht wiederholt werden, weil Kinder mitlesen könnten. Weil es Leute gibt, die einfach nie zufrieden sind - und das muss man denen dann auch einfach mal sagen dürfen. (skb)

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