Lade Inhalte...

Kinderbuchpreis "Kalbacher Klapperschlange" Von der Lust des Lesens

Jeff Kinneys "Von Idioten umzingelt" setzt sich in der Kalbacher Konkurrenz um den Kinderbuchpreis bei den jungen Juroren durch.

09.11.2009 00:11

Jenny findet den "Gurgenvampier" von Barbara Roth "spannend und lustig, so wie ein Buch sein soll". Gefallen hat ihr das Buch auch, weil es "sehr verständlich und wie im richtigen Leben" ist. Auf einem Zettel notierte Jenny ihr Urteil. Eine von vielen schriftlichen Buch-Beurteilungen, die am Wochenende in der Alten Turnhalle in Kalbach an Pinnwänden hingen.

Jenny aus der dritten Klasse war in der Jury des Kinderbuchpreises "Kalbacher Klapperschlange". Schüler der dritten bis neunten Klasse verliehen wieder diesen Preis. In diesem Jahr beteiligten sich an dem Wettbewerb insgesamt 144 Jungen und Mädchen und prämierten "Gregs Tagebuch: Von Idioten umzingelt!" von Jeff Kinney. Aber auch Jennys Favorit "Der Gurkenvampir" bekam eine Auszeichnung, und zwar in der Kategorie "Lektüre für Dritt- und Viertklässler".

In die Jury aufgenommen wurden die Kinder, die sich beworben und mindestens fünf Bücher gelesen und bewertet hatten. Es ist zwar nicht üblich, dass auch Preisrichter einen Preis bekommen. Doch im Falle der Kalbacher Klapperschlange ist das anders: Prämiert wurden auch Preisrichter - und zwar mit einer Klemm-Leselampe "fürs geheime Lesen im Bett", wie Swantje Stolla vom Kinderverein verriet.

Berühmte Gäste

Zum 25. Mal veranstaltete der Kinderverein Kalbach am vergangenen Wochenende die Kinderbuchmesse. Am Samstagnachmittag stand für 15 Uhr die Verleihung der Kalbacher Klapperschlange auf dem Programm. Ins Leben gerufen hat die Kinderbuchmesse und den Preis Regina Rusch. Am Samstag konnte sie nicht dabei sein, weil sie beruflich verhindert war, aber am Sonntagmittag war Rusch vor Ort und erinnerte aus Anlass des Jubiläums an die Anfänge der Kinderbuchmesse im Evangelischen Gemeindezentrum.

"Es war nicht mehr als eine gute Baracke", berichtete Rusch. Damals habe sie selbst noch gar vnichts veröffentlicht gehabt, inzwischen gebe es 15 Bücher von ihr, berichtete die 64-Jährige. Die Idee der Buchmesse in dem nördlichen Stadtteil beschrieb Rusch so: Den Kindern Lust aufs Lesen machen und Bücher zu ihnen bringen, damit sie nicht manchen weiten Weg zu einer Bücherei auf sich nehmen müssen.

Aber nicht nur Bücher habe der Kinderverein nach Kalbach gebracht, auch die Autoren der Bücher. "Sehr und sogar weltberühmte Autoren", wie Rusch in Erinnerung rief. Cornelia Funke, Elke Heidenreich, Isabel Labedi und Paul Mahr beispielsweise waren bereits Gäste in Kalbach. Diesmal kam Sabine Ludwig in den Norden Frankfurts und las aus ihren Büchern vor.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen