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Kinderbetreuung Eltern zahlen ganz verschieden viel für Betreuung

Beiträge zum „Pakt für den Nachmittag“ kosten bis zu 218 Euro. Frankfurt steht am besten da.

Mittagessen in einer Ganztagsschule
Mittagessen kostet Eltern im Kreis Bergstraße am meisten. (Symbolbild) Foto: imago stock&people

Die Kinderbetreuung in den Schulen, die beim „Pakt für den Nachmittag“ mitmachen, kommt die Eltern höchst unterschiedlich teuer zu stehen. Das geht aus einer Auflistung hervor, die Kultusminister Alexander Lorz (CDU) auf Anfrage der Linken-Abgeordneten Gabi Faulhaber vorgelegt hat.

Frankfurt schneidet auf den ersten Blick besonders gut ab – hier müssen die Eltern nur für das Mittagessen bezahlen, nicht aber für die Betreuung. Das gilt allerdings, wie im Kleingedruckten vermerkt wird, nur für Kinder in der dritten und vierten Klasse. Für die Schüler der ersten und zweiten Klassen würden die gleichen Gebühren erhoben wie in Kitas, teilt Lorz mit.

Die schwarz-grüne Landesregierung hatte neben den traditionellen Ganztagsschulen den „Pakt für den Nachmittag“ geschlossen. Dabei übernimmt das Land die Lehrerversorgung für den Unterricht bis 14.30 Uhr. Anschließend sorgen die Kommunen für Betreuungsangebote bis 17 Uhr. Außerdem steht an allen Pakt-Schulen ein Mittagessen zur Verfügung.

Besonders drastisch sind die Unterschiede bei den Elternbeiträgen für die Betreuung nach 14.30 Uhr, bei denen in der Regel eine Ferienbetreuung mitbezahlt wird. Nirgendwo ist die Betreuung so teuer wie an den 15 beteiligten Schulen in Kassel, wo 155 Euro im Monat genommen werden, sowie im Main-Taunus-Kreis. Dort fallen, je nach Wahl unterschiedlicher Module, bis zu 218 Euro (Linden-Schule Kriftel), 200 Euro (Weinbergschule in Hochheim) oder 191 Euro (Pestalozzischule Kelkheim) an.

Schüler in Darmstadt zahlen in der Regel gut 60 Euro. In Offenbacher Schulen betragen die Gebühren 94 Euro, in Wiesbaden 117,50 Euro und in Neu-Isenburg 120 Euro.

Schon für die Betreuung zwischen 7.30 Uhr und 14.30 Uhr machen 13 der 122 Schulen im Pakt Gebühren geltend. Sie ergäben sich „aus differierenden kommunalen Bedarfssituationen und unterschiedlichen fachlichen Standards“, teilt Lorz mit.

Diese Elternbeiträge reichen von 30 Euro an drei Wiesbadener Schulen bis zu 56 Euro an der Regenbogenschule Hattersheim und 57 Euro an der Grundschule Süd-West in Eschborn.

Essen für 2,80 bis 5,50 Euro

Der nächste Kostenfaktor ist das Mittagessen. Das kommt für die Eltern am teuersten im Kreis Bergstraße, wo es 5,50 Euro pro Mahlzeit kostet. An den anderen Schulen bewegen sich die Preise zwischen 2,80 und 3,50 Euro. So nimmt Kassel monatlich 56 Euro, Gießen 59 Euro und Wiesbaden 70 Euro.

In Frankfurt zahlen Schülerinnen und Schüler drei Euro für das Mittagessen. Kinder aus armen Familien müssen nur einen Euro bezahlen. In der Regel gab es die Mittagessen-Angebote bereits, bevor der Pakt für den Nachmittag eingeführt wurde.

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