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Kein Funkkontakt Flugzeug löst Voralarm für AKW Biblis aus

Die Flugaufsicht verliert vorübergehend den Kontakt zu einer Air-India-Maschine. Um einem möglichen Terrorangriff vorzubeugen, wird vorsorglich ein Voralarm im AKW Biblis ausgelöst.

10.03.2017 20:56
AKW Biblis
Das Atomkraftwerk Biblis. Foto: Boris Roessler (dpa)

Ein unterbrochener Funkkontakt zu einem Flugzeug im deutschen Luftraum hat einen Voralarm für das Atomkraftwerk (AKW)Biblis ausgelöst. "Es gab vorbereitende Maßnahmen im Kernkraftwerk Biblis", sagte ein Sprecher des Umweltministeriums am Freitag in Wiesbaden.

Der Voralarm - eine Vorstufe von einem möglichen Katastrophenalarm, bei dem bestimmte Vorbereitungen getroffen werden - sei bereits um 11.34 Uhr aufgehoben gewesen. Eine Evakuierung des AKW Biblis, das 2011 als Folge der Atomkatastrophe in Fukushima abgeschaltet wurde, gab es nach Ministeriumsangaben nicht. Mehrere andere Kernkraftwerke in Deutschland wurden vorübergehend geräumt.

Betreiber haben Ermessensspielraum

Nach Informationen der Luftwaffe soll es sich um eine Maschine der Air India gehandelt haben, die nach London unterwegs war. Zwei Eurofighter begleiteten sie von der Grenze zu Tschechien bis Köln. Dem Energiewendeministerium Schleswig-Holstein zufolge handelte es sich um einen sogenannten Renegade-Voralarm.

In Renegade-Fällen könnte ein Luftfahrzeug aus terroristischen oder anderen Motiven als Waffe möglicherweise verwendet werden. Mit dem Alarm kommt ein
Standardverfahren in Gang. Die Betreiber der Atomanlagen haben aber einen Ermessensspielraum, wie konkret sie die Gefahr einschätzen. (dpa)

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