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Internet Wo es freies WLAN in Rhein-Main gibt

Dietzenbach ist eine der Städte im Rhein-Main-Gebiet, die öffentliches WLAN in der Innenstadt anbieten. In anderen Städten wird es nur in bestimmten Bereichen angeboten.

16.07.2017 23:53
Freies WLAN in Rhein-Main
Unterwegs kostenlos surfen ist in Frankfurt nicht so einfach. Foto: peter-juelich.com

In der Frankfurter Innenstadt gibt es noch kein flächendeckendes WLAN. Wie sieht es in anderen Städten und Gemeinden im Rhein-Main-Gebiet aus?

Darmstadt/Groß Gerau: Freies Netz für alle

Insgesamt 660 WLAN-Knoten in Darmstadt und Umgebung gehören inzwischen zum Freifunknetz Darmstadt. Das Projekt der Darmstädter Ortsgruppe des Chaos Computer Clubs besteht seit 2014. Allein am vergangenen Mittwoch „waren 1600 Leute damit online“, sagt Vorstandsmitglied Markus Drenger. Dabei könne jeder mitmachen und seinen heimischen Router zur Verfügung stellen. Ziel ist, ein flächendeckendes WLAN-Netz zu installieren. Wer sein privates Netz dabei für Nachbarn und Gäste öffne, müsse nicht um seine Sicherheit fürchten. Laut Drenger können die Nutzer nicht auf den privaten Computer zugreifen, sondern werden über einen Freifunkrouter ins Internet geführt. Freifunk als Provider übernehme auch die Haftung. Die 35-köpfige Stammtruppe arbeitet ehrenamtlich. Ziel sei es, den Nutzern innerhalb des Bildungsprojekts auch die Funktionsweise von Netzwerken zu verdeutlichen.

Gerade für Flüchtlingseinrichtungen in Darmstadt und den Landkreisen Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau hat Freifunk in der Vergangenheit den kostenlosen Zugang zum Internet ermöglicht. Zunächst, indem Nachbarn ihre privaten Router zur Verfügung stellten und schließlich, indem die Kommunen die Hardwarekosten übernahmen, so Drenger.

Parallel zu Freifunk gibt es seit 2015 in Darmstadt das Projekt Wifi von Stadt,  Entega und Verkehrsunternehmen Heag mobilo. Dabei betreiben etwa ein Dutzend Geschäfte und Gastronomen in der Innenstadt sogenannte Hotspots. Deren Nutzung ist zwar kostenlos, aber zeitlich begrenzt. WLAN kann am Luisenplatz, in der Wilhelminenstraße, im Bereich des Carrees, an Ludwigs- und Stadtkirchplatz, der Elisabethenstraße, am Marktplatz und Darmstadtium genutzt werden. In Mörfelden-Walldorf (Kreis Groß-Gerau) hat 2016 der IT-Unternehmer Joachim Sonnabend gemeinsam mit Sport- und Kulturamt das Moewa-Net mit sechs Hotspots gegründet. cka

Kreis Offenbach: Vorbildliches Dietzenbach

Dietzenbach ist im Kreis Offenbach die Stadt, die mit bestem Beispiel vorangeht: Seit Anfang Februar bietet sie öffentliches WLAN in der Innenstadt an. Zusammen mit der Paderborner MySpot GmbH und der Volksbank Dreieich hat die Wirtschaftsförderung einen Zugangspunkt am Stadtbrunnen installiert. Im Sommer soll ein weiterer am Europaplatz folgen. User surfen kostenlos und werbungsfrei im Netz „Mycity.digital“.

Den Dreieichern wird seit September 2016 im Foyer des Rathauses ein drahtloser Zugang angeboten – genauso wie in der Stadtbücherei im Stadtteil Sprendlingen.

In Rödermark machen das Jugendzentrum in Ober-Roden und das Schillerhaus in Urberach kostenloses Surfen möglich.Weitere Standorte sind schon geprüft, die politische Entscheidung soll nach der Sommerpause fallen.

Auch in Neu-Isenburg befasst man sich mit dem Thema, so Andrea Quilling von der Wirtschaftsförderung. Wer kein Datenvolumen mehr hat, kann aber ins Isenburg-Zentrum gehen und dort kostenfrei surfen.

Die Stadt Langen will noch in diesem Jahr versuchsweise am Lutherplatz und am Europa-platz vor dem Bahnhof öffentliche drahtlose Internetzugriffspunkte installieren. „Die Stadtwerke kümmern sich darum“, sagt Pressesprecher Roland Sorger.

In Rodgau wurden schon Vorschläge für städtische WLAN-Spots erarbeitet. „Wir wissen aber noch nicht, an welchen Stellen wir sie gerne hätten“, sagt Pressesprecherin Sabine Fischer. ann

Hanau: Gratis surfen am Marktplatz

Ein öffentliches, frei zugängliches WLAN-Angebot im Freien gibt es bislang nur auf dem Marktplatz. Seit Ende November 2016 stellen Stadt und Sparkasse eine gemeinsame Landingpage zur Verfügung, über die Nutzer ohne Anmeldung mit ihrem Laptop oder Smartphone täglich 60 Minuten kostenfrei surfen können. Das Projekt soll 24 Monate laufen. In dieser Zeit wird geprüft, welche weiteren Plätze infrage kommen. Zur Debatte stehen unter anderem der Schlossplatz in der Altstadt sowie der Freiheitsplatz. In einigen öffentlichen Einrichtungen existieren bereits WLAN-Zugangspunkte, so in der Stadtbibliothek im Kulturforum. Darüber hinaus bestehen einige größere private Angebote. So können Besucher des Einkaufszentrums Forum gratis surfen. Die Sparkasse hat kürzlich in je sieben Filialen in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis kostenlose WLAN-Hotspots eingeführt. Die Nutzung ist auf 60 Minuten begrenzt.

Die CDU, größte Oppositionsfraktion in der Stadtverordnetenversammlung, kritisiert, dass Hanau in Sachen Digitalisierung weit abgeschlagen sei und in den vergangenen Jahren viel zu wenig dafür getan habe.

Die Stadt und die Rathauskoalition aus SPD, Grünen, Bürgern für Hanau und FDP weisen den Vorwurf zurück und verweisen unter anderem auf die WLAN-Angebote und die Möglichkeit, Termine im Stadtladen online zu vereinbaren. In den kommenden Jahren soll die kürzlich beschlossene „Digitale Offensive 2025“ umgesetzt werden, zu der neben E-Government auch ein Ausbau des WLAN-Angebots gehört. gha

Wetterau: Hotspots in Vorbereitung

Mehrere Gemeinden in der Wetterau wollen für Einwohner und Besucher öffentliches WLAN einrichten. Die Stadt Bad Vilbel will das kostenlose und freie Angebot an drei zentralen Orten realisieren, dem Niddaplatz inklusive der Büchereibrücke, dem Kurhausvorplatz und am Alten Rathaus samt Marktplatz. Betreiber wird das Unternehmen IT-Innerebner aus Innsbruck sein.

Den Betrieb, die Wartung und die Versicherung wird die Firma laut dem zuständigen Ersten Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU) über Werbung finanzieren. Internet- und Stromkosten bezahlt die Stadt. Spätestens im Herbst soll das WLAN da sein. In Bad Vilbels Nachbarstadt Karben soll das öffentliche WLAN ebenfalls noch in diesem Jahr kommen – zunächst am Bahnhof Groß-Karben und am Bürgerzentrum. Das Jugendkulturzentrum und das Hallenbad sollen 2018 folgen. Eigentlich sollten die Hotspots am Bürgerzentrum und Bahnhof schon da sein.

Die EU hat laut einem Stadtsprecher ein Förderprogramm namens „Wifi4EU“ aufgelegt. „Wir prüfen zurzeit, ob wir in den Genuss einer Förderung kommen können. Anträge können jedoch noch nicht gestellt werden“, so der Sprecher. Dies verzögere die Realisierung. Sehr gut angenommen werde das offene WLAN-Netz in der Innenstadt von Bad Nauheim, sagt eine Sprecherin der Stadt. Daher gibt es Überlegungen, das Angebot auf den Bahnhof und das Usa-Wellenbad auszudehnen. Auch in Friedberg und Butzbach gibt es Pläne für ein öffentliches und kostenloses WLAN. agr

Offenbach: Mehr Netzzeit für Kunden

Am Waldschwimmbad, auf dem Wilhelmsplatz, bei der französisch-reformierten Kirche oder nahe der Fähre nach Maintal: An sieben Standorten in Offenbach und vier im Kreis unterhält die Energieversorgung Offenbach (EVO) WLAN-Hotspots. Vor eineinhalb Jahren hat der Energieversorger begonnen, kostenlose Internetzugänge im Stadtgebiet zu schaffen. Allerdings ist für den Zugang eine vorherige Registrierung bei der EVO nötig. Dabei wird auf ein Zwei-Klassen-System gesetzt: Während Kunden des Energieversorgers bis zu zwei Geräte anmelden und eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu zehn Mbit pro Sekunde unbegrenzt nutzen können, stehen anderen nur zwei Mbit pro Sekunde für 30 Minuten am Tag zur Verfügung.

Zwar hat die Stadtverordnetenversammlung im vergangenen Jahr beschlossen, ein Konzept für freies WLAN in Bussen, an Bushaltestellen und im Rathaus prüfen zu lassen, doch ist daraus bisher kein konkretes Angebot entstanden. Die Stadtwerke Holding (SOH) sieht bei Hotspots im öffentlichen Nahverkehr eher den Verkehrsverbund RMV in der Pflicht, „Offenbacher Alleingänge“ werde es auch mit Blick auf die Kassenlage nicht geben. som

Hofheim: WLAN in der Altstadt

Ein freies WLAN-Netz soll in der Hofheimer Altstadt ab Herbst 2017 zur Verfügung stehen. 10 000 Euro sind dafür im Haushalt eingestellt. Die Stadt hat das IT-Unternehmen Innerebner mit  Installation und Betrieb beauftragt. Die Firma betreibt bereits in einigen Städten der Rhein-Main-Region ein City-WLAN-Netz – unter anderen in Friedrichsdorf und Bad Vilbel, demnächst soll Eppstein folgen. In Hofheim soll der freie Internetzugang voraussichtlich ab August auf dem Kellereiplatz, am Platz Am Untertor sowie in der Hauptstraße zwischen Burgstraße und Untertor zur Verfügung stehen. Das freie WLAN kann dabei dauerhaft genutzt werden, wer sich eingeloggt hat,  muss sich lediglich nach drei Stunden wieder neu im Netz anmelden. Vereinbart hat die Stadt Hofheim mit der IT-Firma, dass sie nicht bei Missbrauch der aus dem Internet bezogenen Daten haftet. Die Kommune kann zudem Nutzungszeiten einschränken, etwa nachts das freie WLAN abschalten. WLAN-Hotspots in den Hofheimer Stadtteilen sollen im Jahr 2018 folgen, teilte Bürgermeisterin Gisela Stang (SPD) jüngst im Parlament mit. Die Finanzmittel dafür seien im Doppelhaushalt bereitgestellt. aro

 

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