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Hyundai Offenbach Hyundai zieht nach Offenbach

Der Autohersteller Hyundai verlegt seine Deutschland-Zentrale mit 130 Mitarbeitern von Neckarsulm nach Offenbach. Der Umzug soll im Herbst 2013 erfolgen. In Offenbach sitzt die Europa-Zentrale des südkoreanischen Autobauers mit derzeit etwa 80 Mitarbeitern.

21.06.2012 13:35
Peter Dietz
Dem Autobauer Hyundai wird vorgeworfen, die Arbeit der Betriebsräte zu behindern. Foto: REUTERS

Der südkoreanische Autohersteller Hyundai verlagert seine Deutschland-Zentrale nach Offenbach. Im Herbst 2013 sollen rund 100 Beschäftigte von Neckarsulm bei Heilbronn an den Main ziehen. In Offenbach hat der Autobauer schon seine Europa-Zentrale; etwa 80 Mitarbeiter steuern vom Stadtteil Kaiserlei aus den Vertrieb der Marke.

Von Neckarsulm aus wurden bisher die Deutschland-Geschäfte vor allem in Marketing, Vertrieb und in der Garantieabwicklung gesteuert. Stellen sollen im Zuge der Verlagerung nicht abgebaut werden, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Rundschau am Donnerstag. Im Gegenteil: Da Hyundai in Deutschland und Europa weiter Gas geben will, werde zusätzliches Personal gesucht. Die neue Deutschland-Zentrale solle eigenständig arbeiten und werde nicht vom Europa-Center überlagert.

Verlagerung im Herbst 2013 geplant

Wie viel Geld Hyundai in Offenbach investieren wird, sei noch offen. Die Details sollen im Sommer feststehen, sagte die Sprecherin. Derzeit stehe lediglich fest, dass an die bestehende Europazentrale ein weiterer Flügel angebaut werden soll. Vor sechs Jahren hatten die Koreaner rund 50 Millionen Euro ins Offenbacher Hauptquartier gesteckt. Auch in Rüsselsheim ist Hyundai präsent. Rund 250 Ingenieure entwickeln am Stammsitz des deutschen Konkurrenten Opel Autos der Marken Hyundai und Kia speziell für den europäischen Markt.

Mit dem Umzug nach Hessen solle die Schlagkraft erhöht werden, sagte die Sprecherin. Die räumliche Nähe zur Europaverwaltung sowie zum Forschungs- und Entwicklungszentrum erleichtere die strategische Abstimmung. Die Hyundai Motor Company ist seit 1991 in Deutschland vertreten. Die koreanische Mutter hatte die deutsche Gesellschaft erst Anfang des Jahres komplett übernommen. Zuvor gehörte sie zu 65 Prozent der Schweizer Frey-Gruppe, einem der größten Autohändler Europas.

Die Koreaner haben nach eigenen Angaben in den ersten fünf Monaten des Jahres rund 43.000 Autos in Deutschland verkauft, das sind 13,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Marktanteil sei hierzulande von 2,7 auf 3,2 Prozent gestiegen. In Europa habe Hyundai bis Mai etwa 187.000 Wagen auf den Markt gebracht – ein Plus von zehn Prozent. Der Marktanteil liege europaweit bei 3,3 Prozent.

Hyundai ist nach eigenen Angaben der fünftgrößte Automobilhersteller der Welt. Vor allem die Exportmärkte hätten zu diesem Erfolg beigetragen – mittlerweile setzt Hyundai rund 80 Prozent der Produktion außerhalb Südkoreas ab.

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