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Hündin „Rapunzel“ Schäferhund nach 400 Kilometern Irrweg gerettet

Eine bei Aschaffenburg ausbüxte Hündin ist nach einem monatelangen Irrweg schwer verletzt in der Schweiz aufgefunden worden.

Hündin Rapunzel
Die verletzte Hündin wird nach ihrem Fund umgehend medizinisch versorgt. Foto: Schutz & Rettung ZH

Eine im Rhein-Main-Gebiet ausbüxte Hündin ist nach einem monatelangen Irrweg über 400 Kilometer schwer verletzt in der Schweiz aufgefunden worden. Die seit August vergangenen Jahres in Hösbach bei Aschaffenburg vermisste Schäferhündin „Rapunzel“ ist am vergangenen Freitag durch einen Zufall von Rettungssanitätern an der Schweizer Autobahn A1 zwischen Winterthur und Zürich gefunden worden. Das teilt das Sicherheitsdepartement der Stadt Zürich am Dienstag mit.

Die beiden Sanitäter hatten das regungslose und unterkühlte Tier bei der Rückkehr von einem Einsatz am Straßenrand entdeckt. Nach dem Fund gegen 2.30 Uhr in der Nacht haben sie gehalten und die Polizei informiert. Zunächst galt es, das Vertrauen des Hundes zu gewinnen.

Hund umgehend operiert

Im Rettungswagen wurde „Rapunzel“ dann mit Decken aufgewärmt. Wegen seiner schweren Verletzungen wurde der stark geschwächte Hund dann direkt mit dem Krankenwagen in ein Tierspital nach Zürich gebracht. Die Tiermediziner hatten keine Zeit zu verlieren und mussten wegen Knochenbrüchen und innerer Blutungen sofort operieren. Über den implantierten Chip stellte sich heraus, dass es sich bei dem Schäferhund um „Rapunzel“ handelt, eine acht Jahre alte Hündin, die vor Monaten entlaufen und seither umhergeirrt war. Der Fundort des Tiers liegt mehr als 400 Kilometer von seinem Zuhause entfernt.

Die Besitzerin aus Hösbach bei Aschaffenburg hat „Rapunzel“ bereits am Wochenende in der Schweiz besucht. „Sie war vollkommen zugedröhnt mit Schmerzmitteln, aber hat mich sofort erkannt“, sagte Jasmin Ehret-Väth. Das Tier sei am 15. August 2017 bei einem Tierarzt zwischen Aschaffenburg und Frankfurt abgehauen.

Das Tierspital der Universität Zürich bestätigte, dass die Hündin dort behandelt wurde. Sie sei inzwischen mehrfach wegen Knochenbrüchen und inneren Blutungen operiert worden, sagte Portmann. „Sie ist noch nicht über den Berg, aber sie hat gute Chancen zu überleben.“ (mit dpa)

Korrekturhinweis: Entgegen ersten Meldungen stammt das Tier nicht aus Frankfurt, sondern aus Hösbach im Landkreis Aschaffenburg, rund 50 Kilometer östlich von Frankfurt.

 

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