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Hofheim Das Schlaflabor

900 Patienten, die unter Schlafstörungen leiden, werden pro Jahr im schlafmedizinischen Zentrum Hofheim untersucht und beraten

Hofheimer Schlaflabor
Der Leiter des Schlaflabors, Markus Bernd Specht, an einem Überwachungsmonitor. Foto: Rolf Oeser

Das Interdisziplinäre Zentrum für Schlafmedizin gehört zur Klinik für Pneumologie und Allgemeine Innere Medizin der Main-Taunus-Kliniken in Hofheim am Taunus. Es ist im Neubau des Krankenhauses in der Lindenstraße untergebracht.

18 Mitarbeiter kümmern sich um die Patienten. Chefarzt ist der Psychiater, Neurologe und Schlafmediziner Stephan Volk. Diplompsychologe Markus Bernd Specht leitet das Schlaflabor. Mit im Team sind Internisten und sogenannte „Schlafmesser“, die nachts arbeiten.

Die meisten Patienten kommen wegen Ein- und Durchschlafstörungen sowie Schlafapnoe, also Atmungsstörungen, ins Schlaflabor. Behandelt werden auch Narkolepsie, die sogenannte Schlafsucht, das Syndrom der unruhigen Beine (Restless Legs Syndrome) und Schlafwandeln.

Das Schlaflabor im Hofheim verfügt über neun Einzelzimmer mit sogenannten Polysomnographieplätzen zur Untersuchung des Schlafs. Patienten werden für drei aufeinanderfolgende Nächte stationär aufgenommen. Während des Schlafs werden unterschiedliche Parameter der Körperfunktion überwacht und als Kurven auf dem Monitor dargestellt.

Gemessen werden die Hirnströme, Augen- und Muskelbewegungen, Herzaktion, der Luftstrom an Mund und Nase, die Körperposition während des Schlafs, die Atembewegungen von Brust und Bauch sowie der Sauerstoffgehalt im Blut.
 
Ein ausführliches Gespräch über die Ergebnisse und die eventuell notwendige Therapie findet tagsüber nach den Messungen statt. Patienten mit Atemaussetzern erhalten dann häufig eine Nasenmaske. Bei Ein- und Durchschlafstörungen geben die Psychologen Tipps zu Entspannung und Stressabbau oder empfehlen eine kognitive Verhaltenstherapie.

900 Patienten, die unter Schlafstörungen leiden, werden pro Jahr im schlafmedizinischen Zentrum Hofheim untersucht und beraten.

Wer sich im Schlaflabor behandeln lassen möchte, braucht eine Überweisung vom Haus- oder Facharzt. Da die Aufnahme stationär erfolgt, ist dafür eine Zusage der Krankenkasse erforderlich. Eine ambulante Abrechnung ist nicht möglich.

Gegründet wurde das Schlaflabor Hofheim 1998. In diesem Jahr soll die Kapazität um zwei Betten erweitert werden, in absehbarer Zeit kommen weitere fünf dazu. Zurzeit ist bei der Anmeldung für einen Behandlungstermin mit einer Wartezeit von drei Monaten zu rechnen.

Kontakt: Kliniken des Main-Taunus-Kreises, Lindenstraße 10, 65719 Hofheim, Telefon 06192/983, E-Mail: kontakt@kliniken-mtk.de.

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