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Hochtaunuskreis AfD schließt Michael Beyersbach aus

Nach seinem umstrittenen pressefeindlichen Facebook-Post ist Michael Beyersbach aus der AfD-Fraktion im Hochtaunuskreis ausgeschlossen worden.

Wahlplakat der AFD
Bei ihren Slogans und Parolen hatte die AfD schon häufiger komplett daneben gegriffen. Foto: imago

Die AfD-Fraktion im Hochtaunuskreis hat  beschlossen, eines ihrer Mitglieder auszuschließen. Wie der Vorsitzende Michael Dill mitteilt, gehört Michael Beyersbach ab sofort nicht dem achtköpfigen Gremium an.

Als Begründung führt Dill den pressefeindlichen Facebook-Post an, mit dem die AfD-Fraktion Hochtaunus Ende August bundesweit für Empörung gesorgt hatte. „Bei uns bekannten Revolutionen wurden irgendwann die Funkhäuser sowie die Presseverlage gestürmt und die Mitarbeiter auf die Straße gezerrt“, hatte es darin geheißen.

In der Folge hatte bereits der damalige Fraktionsvorsitzende Thomas Langnickel seinen Hut genommen und damit die politische Verantwortung für den Post übernommen. Außerdem wurde der gesamte Facebook-Auftritt deaktiviert.

„Die AfD-Kreistagsfraktion steht auf dem Boden des Grundgesetzes und der freiheitlich demokratischen Grundordnung“, versichert der neue Fraktionschef Michael Dill. In einer Sitzung des Kreistags hatten die Rechtspopulisten denn auch ihren eigenen Post als „Angriff auf die Pressefreiheit“ verurteilt und dem Postulat zugestimmt: „Der Kreistag des Hochtaunuskreises bekennt sich uneingeschränkt zur Pressefreiheit.“ In der dazugehörenden Debatte hatte der Parteivorsitzende Peter Lutz allerdings erneut Medienschelte betrieben und unter anderem von „geschönten und getürkten Medienberichten“ zu Eurorettung und Flüchtlingspolitik gesprochen.

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