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Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden/Rüsselsheim Alles über die Hochschule Rhein-Main

Vier Standorte hat die Hochschule Rhein-Main in Rüsselsheim und Wiesbaden.

Hochschule Rhein-Main
Auf dem Weg ins Wintersemester: zwei Studentinnen auf dem Campus Kurt-Schumacher-Ring der Hochschule Rhein-Main Foto: Michael Schick

Pünktlich zu Beginn des Wintersemesters kommen die Neuen an die Hochschulen. An den Standorten der Hochschule Rhein-Main sind das nicht nur Erstsemester: Seit Anfang Oktober stehen rund 160 blaue Mieträder des Unternehmens Nextbike an 20 Stationen in Wiesbaden und Rüsselsheim – im Auftrag des Allgemeinen Studierendenausschusses auch an den vier Hochschulstandorten in den beiden Städten. In Wiesbaden soll die Fahrradflotte um weitere 100 Räder aufgestockt werden.

„Wir wollen die Radinfrastruktur ausbauen“, sagt Adrian Sabocsik, Sprecher des Asta. Es gebe enormen Nachholbedarf in beiden Städten. Für die Studenten sind die ersten 60 Minuten jeder Fahrt kostenlos. Das reicht, um die Institute der Hochschule zu erreichen, die in Wiesbaden auf drei Standorte verteilt sind: Audimax, die Büros der Hochschulleitung und des Asta sowie viele Hörsäle, Seminarräume und Werkstätten sind auf dem Campus am Kurt-Schumacher-Ring. Die „Wiesbaden Business School“ hat ihren Sitz in der Bleichstraße. Der dritte Campus „Unter den Eichen“ liegt im Norden der Stadt. Hier studieren die Studenten Fächer wie Informatik, Innenarchitektur oder „Media: Conception & Production.“

Die Bibliothek auf dem Campus Unter den Linden ist menschenleer. Auf den Tischen der hellen Arbeitsräume liegen Flyer des „Competence & Career Centers“ der Hochschule. Sie werben für Seminare zu Zeitmanagement oder „Gründerwissen kompakt“. Auf den Fensterbänken stehen kleine Topfpflanzen, draußen ist es herbstlich bunt. Zumindest während der vorlesungsfreien Zeit gibt es auf dem Campus im Norden Wiesbadens meist mehr Bäume als Studenten.

„Der Campus Unter den Linden ist wirklich schön“, sagt eine Studentin, die ihren Namen nicht nennen will. Seit zweieinhalb Jahren studiert sie Media Management an der Hochschule Rhein-Main und ist deswegen oft auf dem grünen Campus im Norden der Stadt, wo die Medienstudiengänge angesiedelt sind.

In der vorlesungsfreien Zeit könnte sie sich vom Prüfungsstress erholen, wäre da nicht das Problem mit ihrer Abschlussarbeit: „Ich muss wahrscheinlich ein Semester länger studieren, weil es nicht genug Betreuer für die Bachelorarbeiten gibt.“ Jeder Professor betreue die Arbeiten von fünf Studenten. Es gebe aber so viele Studenten, die ihr Studium beenden wollten, dass die Plätze nicht ausreichten. Deswegen sei die Stimmung unter ihren Kommilitonen nicht sehr gut, erklärt die Studentin, „Außerdem ist die Kommunikation nicht gut“, sagt die Studentin.

Zu den drei Standorten in Wiesbaden kommt der Campus in Rüsselsheim. Seit 2006 werden dort Ingenieurwissenschaften gelehrt. Auf dem Campus am Brückweg studieren Maschinenbauer, Physiker, Elektro- und Umwelttechniker. Für den neuen Studiengang „Elektro- und Luftfahrttechnik“ hat der Fachbereich Anfang Oktober zwei Flugsimulatoren in Betrieb genommen. In den Cockpits eines Airbus A320 und einer Cessna sollen die Studenten lernen, wie technische Instrumente in verschiedenen Szenarien funktionieren. Die Studenten erhalten nach Angaben der Hochschule dadurch nicht nur ein besseres Verständnis der Technik: Die im Cessna-Simulator geleisteten Flugstunden könnten auch für den privaten Pilotenschein anerkannt werden.

Einen Kontrastpunkt zur technischen Ausrichtung der Hochschule bildet die „Poetikdozentur: junge Autoren“. Seit Oktober hat der Lyriker und Autor Jan Wagner die Dozentur inne. Zuletzt hatte Wagner den Büchner-Preis erhalten. Im Wintersemester wird der Lyriker vier Vorlesungen halten: zwei in der Hochschul- und Landesbibliothek sowie zwei weitere Lesungen in der Villa Clementine, dem Literaturhaus der Stadt Wiesbaden. Mit der Dozentur will die Hochschule einen besonderen Beitrag zum kulturellen Leben Wiesbadens leisten. Wagner kann seine Vorlesungen frei gestalten. Vor ihm stellten bereits Autoren wie Daniel Kehlmann ihre Texte vor, erklärten biografische Hintergründe ihres Werks oder beleuchteten ihren Schreibprozess.

Die Hochschule Rhein-Main ist vergleichsweise jung: 1971 war sie als Fachhochschule Wiesbaden gegründet worden. Im September 2009 wurde sie umbenannt in „Hochschule Rhein-Main/University of Applied Science“. 2011 wurde die hessische Landesbibliothek integriert. Zusammen mit den Fachbereichsbibliotheken bildet sie nun die Hochschul- und Landesbibliothek Rhein-Main.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Semesterstart

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