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Hochschul- und Berufsinformationstage in Darmstadt Fachsimpeln für die Zukunft

Schüler aus einem Umkreis von 60 Kilometern, von Frankfurt bis Aschaffenburg, Mainz und Heidelberg nutzen die hobit, um sich über Studienmöglichkeiten im Rhein-Main-Gebiet zu informieren. Von Astrid Ludwig

27.01.2010 00:01
Astrid Ludwig
Schüler aus einem Umkreis von 60 Kilometern, von Frankfurt bis Aschaffenburg, Mainz und Heidelberg nutzen die Bildungsmesse hobit, um sich über Studienmöglichkeiten im Rhein-Main-Gebiet zu informieren. Foto: FR/Arnold

Im Foyer des "Darmstadtiums" stehen die Schüler in dichten Trauben vor den Messeständen. Auf den Fluren vor den Seminarräumen bilden sich schon eine halbe Stunde vor Beginn des Vortrags lange Schlangen. Quirlig geht es auch auf den übrigen drei Ebenen des Darmstädter Wissenschafts- und Kongresszentrums zu. 1900 Plätze können zeitgleich in stündlich angebotenen Vorträgen besetzt werden "und alle sind voll", sagt Bernhard Meyer, Professor der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt und Organisator der hobit. 200 Vorträge und 98 Messestände haben die Hochschul-und Berufsinformationstage (hobit) in diesem Jahr zu bieten. Die dreitägige Veranstaltung ist bundesweit die größte nichtkommerzielle Messe für Studium, Ausbildung und Beruf.

Schüler aus einem Umkreis von 60 Kilometern, von Frankfurt bis Aschaffenburg, Mainz und Heidelberg nutzen die hobit, um sich vor allem über Studienmöglichkeiten im Rhein-Main-Gebiet zu informieren. "Wir sind überwältigt", sagt Meyer zwei Stunden nach der Eröffnung am Dienstag. Schon da zeichnet sich ab, dass die Besucherzahlen wohl erneut getoppt werden. 1200 Schüler kamen 2009 zur Messe.

Vieles haben die Organisatoren bereits verändert, um dem Ansturm Herr zu werden. Gefragte Vorträge werden mehrfach angeboten, mehr Räume wurden angemietet, die Beschilderung verbessert, das Zentrum schon ab 8 Uhr geöffnet. "Trotzdem bildeten sich wieder Schlangen noch vor der Eröffnung", berichtet Meyer. "Die hobit ist ein Erfolgskonzept. Die persönliche Begegnung mit Studenten und Dozenten, das finden die Schüler eben nicht jeden Tag." Für Viele falle hier die Entscheidung, was sie nach der Schule machen, was sie studieren.

Andre Burkhard, Oberstufenschüler der Darmstädter Eleonorenschule, kommt schon zum vierten Mal. "Ich habe mich jedes Jahr über die Vorträge näher an meinen Berufswunsch herangetastet", sagt der Gymnasiast. Etwas mit Marketing oder Gastronomie will er machen. "Die hobit hat mir sehr geholfen." Sein Mitschüler Nico Dietrich hat konkrete Vorstellungen. Er will ein Lehramtsstudium beginnen. Philosophie, Mathe oder Politikwissenschaften. Was genau, darüber will er sich in den nächsten Tagen informieren. Orientierungshilfe, das erhoffen sich die meisten Schüler vom Messebesuch. Das hat eine Umfrage ergeben hat, die Burkhard und Dietrich an ihrer Schule initiiert haben.

Anregungen gibt es auf jeden Fall zuhauf - und optische Reize. Das neue Elektro-Auto "Ampera" von Opel etwa, das erstmals auf einer Messe gezeigt wird. Der auf Hochglanz polierte Prototyp ist von Schülern umringt, die sich über Ausbildungsplätze informieren wollen. Auffallend haben auch die Architekten der TU Darmstadt ihren Stand gestaltet: Braune Wellpappe wölbt sich zu einem großen Tunnel. Davor steht eine skurile, fragile Theke aus 3000 Holzspießen, die mit bunten Kabelbindern zusammengehalten werden. Innovative Ideen für einen Messestand, nennt Heike Matcha, wissenschaftliche Mitarbeiterin, das Konzept. Es wirkt. "Viele Schüler fragen danach." Die Studenten haben am Computer diese Baukonstruktion entwickelt. "High-Tech muss nicht teuer sein", sagt Professor Moritz Hausschild.

Bei den Materialwissenschaftlern der TUD zieht ein Versuchsstand alle Blicke auf sich. In einer Nebelwolke schwebt ein Magnetring. Das Magnetfeld werde durch einen mit Stickstoff heruntergekühlten Supraleiter beeinflusst, erklärt Standbetreuer Oliver Ottinger. Für viele Schüler ist das nichts Neues: "Manche fangen schon richtig das Fachsimpeln mit uns an", freut sich Uni-Mitarbeiterin Marion Bräcke.

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