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Hitze in Frankfurt Schulsport trotz Hitze

Beim Ironman in Frankfurt ist aufgrund der großen Hitze ein Teilnehmer gestorben. Neben dem Ironman haben trotz Hitzewelle auch viele Bundesjugendspiele und Turniere stattgefunden.

Höher, weiter, schneller als die Mitschüler - darum geht es bei den Bundesjugendspielen. Foto: imago/JOKER

Die Bundesjugendspiele erhitzen derzeit die Gemüter. Denn es gibt Eltern, die wollen sie abschaffen, und haben eine Online-Petition gestartet: Die Spiele seien wegen des Leistungsdrucks aus der Zeit gefallen, unsportliche Schüler würden vor Klassenkameraden gedemütigt, so das Argument. Doch noch muss jeder Schüler ran, kann sich um den Sportwettbewerb nicht drücken. Aber der eine oder andere hat vielleicht in der vergangenen Woche gehofft, dass das Wetter ihm helfend zur Seite springt und die Bundesjugendspiele ausfallen lässt. Schließlich waren Temperaturen von 38 Grad angesagt, rollte die Hitzewelle durchs Land.

Tatsächlich waren während eines Sportfests an einer Gesamtschule in Leverkusen vor einem Monat 18 Schüler kollabiert. Die Hitze hatte während des 750-Meter-Laufs zu Kreislaufproblemen geführt. Doch in Hessen gab es trotz Hitzeperiode keine Empfehlung vom Kultusministerium, die Spiele abzusagen. Das entscheidet jede Schule selbst. Und so kämpften sich etwa die Schüler der Liesel-Oestreicher-Schule in Preungesheim tapfer durch das Sportprogramm. „Aber es war nicht wirklich ein Problem“, erzählt die Mutter einer Schülerin. Schließlich wurde bereits in den Morgenstunden angefangen. „Um halb zwölf war alles vorbei, und da wurde es dann erst so richtig heiß.“

Eine Grundschule im hessischen Raunheim trug ihre Bundesjugendspiele ebenfalls während der Hitzewelle aus. Aber dort modifizierte man die Prüfungen wegen der hohen Temperaturen. Staffel- und Ausdauerläufe wollte man Schülern nicht zumuten, Weitsprung, Ballwurf und Sprint fanden aber statt.

Viele Sportvereine sagten ihr Fußballtraining dagegen gleich ganz ab. Etwa der SV Blau-Gelb im Niddapark. Oder Concordia Eschersheim. „Wir halten es für verantwortungslos, ein Training anzubieten“, hieß es dort. Und auch am bisher heißesten Tag des Jahres, am vergangenen Samstag, wurden Freundschaftsspiele und Turniere reihenweise gestrichen. Etwa beim SC Riedberg. Bei 38 Grad im Schatten habe man Angst um die Gesundheit der Nachwuchskicker, hieß es. Das Turnier am darauffolgenden Sonntag fand aber statt: Der Verein sorgte für Sonnenschutz am Spielfeldrand, regelmäßige Trinkpausen und Wasserspiele. Das half. Kollabiert ist keiner.

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