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Hessischer Rundfunk Matthias Brandt dreht in Offenbach

Der Schauspieler Matthias Brandt steht in Offenbach für eine Fernsehproduktion des Hessischen Rundfunks vor der Kamera. Das Beziehungsdrama wird 2018 in der ARD gezeigt.

30.08.2017 13:53
Dreharbeiten in Offenbach
Die Schauspieler Catrin Striebeck und Matthias Brandt stehen in Offenbach am Set eines ARD-Films mit dem Arbeitstitel „Toulouse". Foto: Boris Roessler (dpa)

Der Terror ist in dem Fernsehfilm mit dem Arbeitstitel „Toulouse“ überall - innen und außen. In einem schicken Hotelzimmer zerbricht die Beziehung eines langjährigen Ehepaars endgültig. Die Gefühle variieren stark, das Ehepaar liebt, bedroht und terrorisiert sich. Über die Medien dringen Nachrichten über einen Terroranschlag in Toulouse ins Zimmer. Während dort die Opferzahl steigt, kommt es in dem Hotelzimmer zur finalen Abrechnung. Der Hessische Rundfunk dreht diese Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks in Offenbach, der Film soll vermutlich im kommenden Jahr in der ARD zur besten Sendezeit gezeigt werden.

„Ich spiele einen Mann am Rande des Nervenzusammenbruchs“, erzählt der Grimme-Preisträger Matthias Brandt, der in die Rolle des Ehemanns schlüpft. Geschrieben wurden sowohl das Theaterstück als auch das Drehbuch von dem Österreicher David Schalko. Es ist ein ungewöhnlicher Filmstoff mit nur zwei Schauspielern und Kammerspiel-Charakter.

Die Geschichte: Nach 19 Jahren Ehe und kurz vor der Scheidung trifft sich das äußerst wohlhabende Ehepaar Gustav und Silvia noch einmal in einem mondänen Hotel irgendwo an der französischen Küste. Er hat schon eine neue Freundin. Der hat er erzählt, er sei bei einer Konferenz in Toulouse. Doch ausgerechnet in diesem Konferenzzentrum ereignet sich der Anschlag mit vielen Toten. „Emotional ist bei dem Paar viel auf der Strecke geblieben“, sagt Catrin Striebeck, die in dem Film die Ehefrau spielt.

Ungewöhnliche Dreharbeiten

15 Tage lang wurde in Offenbach in dem leerstehenden Gebäude des türkischen Medienunternehmens World Media Group gedreht. In einem der Fernsehstudios ist das Zimmer Nummer 419 des Nobelhotels „Tivoli Riviera“ inklusive eines großen Balkons aufgebaut. Die Luft in dem Studio ist stickig, das Thermometer zeigt 32,5 Grad. „Das ist schon Hochleistungssport“, sagt Aufnahmeleiter Rüdiger Spieth.

Und auch sonst sind die Dreharbeiten für das 27-köpfige Team ungewöhnlich. Die Geschichte spielt in Echtzeit, es gibt nur einen Handlungsort. „Das hat schon was von Theaterbedingungen, es ist sehr intensiv“, erzählt Brandt. Statt wie gewohnt durcheinander zu drehen, wird hier chronologisch gearbeitet. Die Kamera läuft bis zu 15 Minuten lang durch.

Die beiden Schauspieler sind ständig im Fokus und müssen sich im Vergleich zu anderen Dreharbeiten ungewöhnlich viel Text merken. Gerät einer von ihnen ins Stocken, hilft die Souffleuse, die mit dem Drehbuch in der Hand hinter dem Bett kauert. Für etwas Kummer sorgen bei Regisseur Michael Sturminger die Geräusche der vielen Flugzeuge, die über das Gebäude fliegen. Eine Lösung hat er aber parat: „Die werden wir ein wenig in den Film einarbeiten müssen, dann fliegt dort eben auch mal ein Flugzeug übers Hotel.“ (dpa)

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