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Hessischer Kulturpreis für EZB Architekt Wolf Prix erhält Hessischen Kulturpreis

Hohe Ehrung für den Erbauer des neuen EZB-Turms. Der Wiener Architekt Wolf D. Prix wird mit dem Hessischen Kulturpreis 2013 geehrt. Das 1968 von Prix mitbegründete Architekturbüro Coop Himmelb(l)au ist für seine kühnen Bauten weltweit bekannt - auch in Frankfurt.

30.09.2013 16:00
Der Architekt und sein Werk. Wolf Prix von Coop Himmelb(l)au zeichnet für die EZB verantwortlich. Foto: Christoph Boeckheler

Der neue Doppelturm der Europäischen Zentralbank in Frankfurt soll erst im kommenden Jahr fertig sein. Der Architekt Wolf D. Prix erhält dafür vorab den Hessischen Kulturpreis 2013. Der 70-Jährige schaffe mit dem Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) derzeit ein neues Frankfurter Wahrzeichen, begründete das elfköpfige Kuratorium die Ehrung. «Er ist ein Baumeister von Träumen», erklärte Regierungschef Volker Bouffier (CDU) am Montag. Die mit 45.000 Euro verbundene Ehrung gehört zu den höchstdotierten Kulturpreisen in Deutschland.

Das 1968 von Prix mitbegründete Wiener Architekturbüro Coop Himmelb(l)au ist weltweit für seine kühnen Bauten bekannt. Dazu gehört die BMW-Welt in München oder das Musée des Confluences in Lyon. Die beiden 185 Meter hohen Türme am neuen EZB-Sitz im Frankfurter Ostend sollen bei Gesamtkosten von voraussichtlich über einer Milliarde Euro im kommenden Jahr bezugsfertig sein. Der Kulturpreis wird am 1. November in Frankfurt überreicht, wie die Staatskanzlei in Wiesbaden am Montag weiter mittelte.

"Bemerkenswerte Kreativität"

Prix zeigt mit seinen Arbeiten, wozu die moderne Architektur in der Lage sei, heißt es in der Begründung des Kuratoriums weiter. «Seine Bauwerke zeugen von einer bemerkenswerten Kreativität und dem Willen das scheinbar Unmögliche real werden zu lassen.» Mit dem Neubau unterstreiche Frankfurt auch optisch, dass es der wichtigste Finanzplatz auf dem europäischen Kontinent sei.

Der Kulturpreis wird seit 1982 vergeben. Zu den Trägern gehören unter anderem die Sozialwissenschafter Eugen Kogon und Jürgen Habermas, der Jazzmusiker Albert Mangelsdorff, der Filmregisseur Volker Schlöndorff oder die Sängerin Christine Schäfer. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an den früheren Frankfurter Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann. (dpa)

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