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Umfrage zur Landtagswahl in Hessen Ohne die Grünen geht nichts

Es wird überraschend spannend bei der Landtagswahl in Hessen. Die SPD könnte aus dem Chaos in Berlin Kapital schlagen. Zünglein an der Waage wären die Grünen. Unsere Analyse der aktuellen Umfrage-Ergebnisse.

Tarek Al-Wazir
An ihm führt - nach aktuellen Umfragen - kein Koalitionsweg in Hessen vorbei: Grünen-Chef Tarek Al-Wazir. Foto: Peter Jülich

Volker Bouffier und seine hessische CDU verlieren dramatisch in der Gunst der Wählerinnen und Wähler. Auf 28 Prozent kommen sie noch in der jüngsten Infratest-Umfrage, die am Montag vom Hessischen Rundfunk veröffentlicht wurde. So schlecht stand die Hessen-CDU nie da, seit sie 1999 in Wiesbaden an die Regierung kam. Sollte diese Zeit mit der Landtagswahl am 28. Oktober nach 19 Jahren zu Ende gehen?

Es ist viel zu früh für eine solche Prognose. Wenn die Wahl so ausginge wie die Umfrage, dann könnte Bouffier sogar trotz des demoskopischen Schwächeanfalls weiter regieren. Aber es ist knapp. Verdammt knapp. Dem SPD-Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel fehlen laut Erhebung nur ein oder zwei Haaresbreiten, um Koalitionen unter seiner Führung zu schmieden: Rot-Grün-Rot oder eine Ampel mit Grünen und FDP. 

In Hessen leidet die CDU mehr unter der Groko als die SPD

Das zeigt: Es wird spannend in Hessen. Das hat viel mit der großen Koalition in Berlin zu tun. Unter ihr leidet Hessens SPD. Aber noch mehr Bouffiers CDU. 

Die Groko zerdeppert Porzellan ohne Ende. Das betrifft nicht nur den Fall Maaßen. Der Dieselskandal ist ein anderes krasses Beispiel. Bouffier dringt auf die überfällige Hardware-Nachrüstung auf Kosten der Autoindustrie, während seine Unionskollegen in Berlin nichts davon wissen wollen. So wird das nichts. 

Die Grünen als entscheidender Faktor bei den Landtagswahlen in Hessen

Damit werden die Grünen zum entscheidenden Faktor. Sie würden in Hessen für jedes Bündnis jenseits einer großen Koalition gebraucht. Das scheint den vom Groko-Hickhack genervten Wählerinnen und Wählern recht zu sein. Sie wenden sich, soweit sie nicht in Richtung rechter Populisten unterwegs sind, den Grünen zu. 

Bei CDU und SPD schwindet die Hoffnung, dass Merkel, Seehofer und Nahles in fünf Wochen ein überzeugenderes Bild abgeben. Ihnen bleibt nur der Versuch, zu zeigen, dass sie in Hessen anders sind als in Berlin.

 

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