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Landtagswahl Seriös statt deftig

Die SPD hat sich für einen Wahlkampf entschieden, der zu ihrem Spitzenmann passt.

Thorsten Schäfer-Gümbel
SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel. Foto: peter-juelich.com

Wie der Chef, so das Team. Sachlich, seriös, unspektakulär. Das kann man über die Frauen und Männer sagen, die der SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel im Fall eines Wahlsiegs in seine Regierungsmannschaft aufnehmen will.

Wer sich eine deftige Auseinandersetzung erhofft hat, in der die Opposition auftrumpft, inhaltlich angreift und einer biederen Regierungsmannschaft attraktive Alternativen entgegensetzt, der wird in Hessen 2018 enttäuscht. Die SPD hat sich für einen Wahlkampf entschieden, der zu ihrem Spitzenmann passt – zu Schäfer-Gümbel, der nicht alles anders, aber vieles besser machen will.

Seine Konzepte sind schlüssig. Den Frauen und Männern in seinem Team ist zuzutrauen, dass sie die richtigen Punkte anpacken können. Es sind Fachleute dabei, die jede politische Stellschraube kennen, an der gedreht werden muss. Doch es fehlt jemand, der heraussticht, der Aufbruch und Wechselstimmung vermittelt. Und den Optimismus, dass das scheinbar Unmögliche noch möglich ist: eine Regierung unter Führung der Sozialdemokraten.

Das Umfragetief macht es für die hessische SPD noch schwieriger zu vermitteln, dass sie eine Chance auf den Wahlsieg besitzt. Dabei wäre sie bereit zu regieren. Schäfer-Gümbel und sein Team könnten das. Das ist etwas, was man über die hessische SPD keineswegs bei jeder der vergangenen Wahlen behaupten konnte.

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