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Landtagswahl in Frankfurt Schüler in Frankfurt wollen bessere Schulen

Frankfurter Schüler haben 36 Forderungen aufgeschrieben, mit denen sie sich vor der Landtagswahl in Hessen an die Politiker wenden. Sie wollen beispielsweise die Möglichkeit haben, sich über Lehrer beschweren zu können.

Schulen in Hessen
Vor der Landtagswahl in Hessen fordern Schüler in Frankfurt eine bessere Unterrichtsqualität. (Symbolbild) Foto: dpa

Es ist Landtagswahlkampf – und die Schüler der Stadt wenden sich mit 36 Forderungen an die Politiker. „Wir wollen gehört werden“, sagt Kevin Saukel, Stadtschülersprecher. Denn es gebe viele Probleme an den Schulen, die nicht außen vor bleiben dürften.

Die Schüler wollen etwa demokratischere Strukturen an den Schulen, bessere Unterrichtsqualität, Möglichkeiten zur Beschwerde über Lehrer. „Große Probleme bereiten Mobbing und Rassismus“, sagt Saukel. „Das hat Ausmaße angenommen, die können wir nicht mehr verantworten.“ Deshalb fordern die Schüler mehr Fortbildungen für Lehrer in den Bereichen. „Sie sind überfordert und können keine Handlungsweisen vorgeben.“

Die Schüler verlangen zudem, an jeder Schule Klassenräte zu etablieren. Einmal die Woche bespricht die Klasse Probleme und Projekte. „So lässt sich Demokratie selbst erleben, nicht nur theoretisch im Unterricht“, sagt Gianluca Guccione, stellvertretender Stadtschülersprecher. Die Schüler fordern auch, dass das Fach Politik und Wirtschaft nicht abgewählt werden kann. „Bei den heutigen Ereignissen wie in Chemnitz ist es wichtig, Schüler mit Politik zu konfrontieren“, sagt Saukel.

Schulen in Frankfurt: Jugendring unterstützt Schülerrat

Die Schüler wollen zudem, „aus dem theoretischen Unterricht rauskommen“, sagt Saukel. Weg vom Frontalunterricht, hin zu mehr Projektarbeit. „Bisher lernt man für Klausuren und vergisst den Stoff danach.“ Am besten würden Schüler in die Unterrichtsvorbereitung einbezogen. Hausaufgaben sollten zudem abgeschafft werden, sie förderten Bildungsungerechtigkeit, da etwa Akademiker ihren Kindern helfen könnten. Und das Beschwerdemanagement sei ausbaufähig, sagt Saukel. „Schüler haben Angst, Kritik am Lehrer und seinem Unterricht zu äußern.“

Unterstützt wird der Stadtschülerrat vom Frankfurter Jugendring. Gemeinsam haben sie eine Petition an den Hessischen Landtag mit den Forderungen gestellt. www. ssr-frankfurt.de. sabu

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