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Hessen Schäfer-Gümbels Team komplett

Der SPD-Chef nominiert seine Schattenminister für Umwelt und Wirtschaft. Die SPD tritt als „Infrastruktur-Partei“ an.

SPD Hessen
Thorsten Schäfer-Gümbel, Parteivorsitzender der SPD Hessen, schaut sich im Kulturforum ein Wahlkampf-Plakat für die Landtagswahl am 28. Oktober an, auf dem er selbst beim Tragen eines Balkens zu sehen ist. Foto: Silas Stein (dpa)

Der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat sein Schattenkabinett vervollständigt. Am Montag stellte er die Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises, Susanne Simmler, für den Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit sowie den langjährigen Landtagsabgeordneten Norbert Schmitt für Wirtschaft und Energie vor.

Der 63-jährige Schmitt tritt nach 23 Jahren im Landtag nicht erneut für das Parlament an. Er stehe aber bereit, um in einer Regierung mehr Investitionen durchzusetzen und eine Energiepolitik im Sinne des verstorbenen SPD-Politikers Hermann Scheer voranzutreiben. Schmitt bezeichnete die SPD als „Infrastruktur-Partei“.

Die 41-jährige Simmler sagte, Kommunalpolitikern wie ihr sei „oft ein gewisser Pragmatismus zu eigen“. Das unterscheide sie von einer ideologischen Herangehensweise, wie sie in der schwarz-grünen Landesregierung vorherrsche. Als wichtiges Ziel hob Simmler den Kampf gegen die Privatisierung der Wasserversorgung hervor. Solchen Bestrebungen müsse „ein Riegel vorgeschoben werden“.

Schäfer-Gümbel betonte, dass er auf die Kompetenz der kommunalen Ebene setze. Unter den 16 Mitgliedern seines Regierungsteams befinden sich fünf Kommunalpolitikerinnen. Hinzu kommen sechs langjährige Landtagsabgeordnete und fünf Personen, die bisher keine Rolle auf der politischen Bühne spielten. Das Team besteht aus neun Frauen und sieben Männern. Es kommt am Dienstag erstmals in Wiesbaden zusammen.

Schäfer-Gümbel hatte sich festgelegt, dass eine Regierung unter seiner Führung nicht mehr Ministerposten umfassen solle als die heutige. Vielen Mitgliedern seines Regierungsteams kommt daher nicht die Rolle von Schattenministern zu. Sie werden als „Beauftragte“ bezeichnet, die im Fall eines Wahlsiegs als Staatssekretäre oder in einer anderen Funktion eingebunden werden könnten.

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