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Landtagswahl Hessen Faktencheck Was die Parteien gegen Fluglärm tun wollen

Flughafenausbaugegner fühlen sich von der hessischen Landesregierung im Stich gelassen. Was sie von der Politik erwarten - und wie die Parteien zum Thema Fluglärm stehen.

Widerstand
Gelb ist auch in Raunheim die Farbe des Widerstands: (von rechts) Horst Bröhl-Kerner, Brigitte Kerner, Kerstin Klein, Tobias Terweide. Foto: Monika Müller

„Es fehlt eine neutrale Stelle, an die man sich wenden kann.“ Außerdem fordert der 47-Jährige von der Landespolitik, dass sie die Feinstaubbelastung durch den Flugverkehr endlich ernst nehme: „Wenn ich Diesel fahre, muss ich eine Umweltplakette haben.“ Das sei doch eigentlich ein ureigenes Thema für die Grünen, wirft Bröhl-Kerner ein. „Zur Partei der Klimaschützer passt es nicht, dem Klimawandel die Wege zu ebnen.“ Er ist fest davon überzeugt, dass der Flugverkehr seine Wachstumsgrenze bald erreicht hat, der heiße und trockene Sommer bestätigt ihn darin. „Die Klimabelastung ist nicht mehr vertretbar.“ Und die gesundheitlichen Folgen seien in mehreren seriösen Studien wissenschaftlich belegt.

An diesem Thema will der 64-Jährige weiterarbeiten. „Wir wollen uns nicht auf den Lärm fokussieren.“ Was nicht heißt, dass er nicht gerne einmal bis in den Morgen hinein bei frischer Luft durchschlafen würde. Derzeit muss er morgens um 5 Uhr aufstehen und das Fenster, Schallschutzklasse 4, schließen. Um diese Zeit donnert der erste Jet über sein Elternhaus in der Bahnhofstraße.

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