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Hessentag Händler sind unzufrieden

Die Standbetreiber auf dem Hessentag in Rüsselsheim klagen über Einbußen. Schuld sei die Organisation.

Hessentag 2017
Ein Teil des Hessentagsgelände in Rüsselsheim. Foto: Arne Dedert (dpa)

Für die Händler an den Essens- und Getränkeständen laufen die Geschäfte schlecht. „Es sind zwar viele Leute da, aber sie kaufen nichts“, sagt Thomas Trott, der seit 15 Jahren Obstweine auf dem Hessentag anbietet. Er rechnet erstmals mit Umsatzeinbußen von 60 Prozent. Abends, wenn die Busse weg seien, blieben die Einheimischen aus. Auf anderen Hessentagen sei dann weitergefeiert worden.

Auch Katharina Zimmer vom Flammlachs-Stand spricht von „bescheidenem“ Umsatz. Das Problem: Der Hessentag in Rüsselsheim sei sehr groß und weitläufig. Zu weite Strecken für Senioren und Kinder. Die Besucherströme werden nicht geschickt gelenkt, findet auch Trott. Viele kämen etwa erst gar nicht über die Hessentagsstraße, sondern gingen sofort zu den Großveranstaltungen.

„So einen Hessentag habe ich noch nicht erlebt“, sagt Karol Zduniak von Chips-King in der Frankfurter Straße. „Wir werden nicht auf unsere Kosten kommen, sondern Minus machen, wenn die nächsten Tage nicht besser werden.“ Schuld sei auch die Beschilderung, die erst Tage nach dem Start nachgebessert worden seien. Man habe zuerst das Weindorf gar nicht finden können, beklagt Weinhändlerin Tanja Kunz. Auf der Hessentagsstraße westlich vom Bahnhof, wo Zduniak noch einen Stand mit veganen Burgern betreibt, sehe es noch schlechter aus.

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