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Hessentag 2017 1,4 Millionen besuchen den Hessentag in Rüsselsheim

Der Hessentag in Rüsselsheim hat die Erwartungen des Veranstalters erfüllt. Das Sicherheitskonzept war erfolgreich, es gab keinerlei Bedrohungslagen.

Hessentag 2017
Mit Kopfschmuck: Ein Ziegenfuhrwerk beim Festzug zum Hessentag. Foto: dpa

Mit 1,4 Millionen Besuchern und durchweg gutem Wetter hat der Hessentag in Rüsselsheim die Erwartungen der Veranstalter erfüllt. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und Oberbürgermeister Patrick Burghardt (beide CDU) zogen am Sonntag eine überaus positive Bilanz. „Rüsselsheim hat sich als eine liebenswerte Gastgeberin präsentiert und Gäste aus allen Teilen des Landes mit offenen Armen empfangen“, sagte Bouffier zum Abschluss des größten Landesfestes. Der Hessentag dauere zehn Tage, wirke aber für Jahrzehnte. Er sei ein starker, sichtbarer Impuls für die Stadtentwicklung und habe das Wir-Gefühl innerhalb der Bürgerschaft enorm gestärkt.

„Wir haben zehn großartige Tage erlebt“, sagte OB Burghardt. Die Stimmung sei gut gewesen und die Besucher voll des Lobes.

Auch die im Vorfeld viel diskutierten erhöhten Sicherheitsmaßnahmen erfüllten offenbar ihren Zweck: „Es gab keinerlei Bedrohungslagen, nur einige Dutzend Platzverweise“, sagte der Chef der hessischen Staatskanzlei Axel Wintermeyer (CDU) der FR. Selbst die Kleinkriminalität sei geringer gewesen. „Der Hessentag war sicherer als sonstige Feste“, so Wintermeyer.

Was die geringeren Umsätze der Standbetreiber betraf, sagte Wintermeyer, Händler würden immer klagen. Wenn ein Bier vier Euro koste, könne man keine 25 Liter trinken. Dagegen seien die Organisatoren der Großveranstaltungen trotz schleppendem Kartenvorverkauf zufrieden. „Alle Künstler erreichten die Zahlen von sonstigen Hessentagen.“ Bei Peter Maffay seien 11 000, auf der Just-White-Party von Radio FFH 28 000 Besucher gewesen.

Fragt man Besucher am letzten Tag, hört man ebenfalls durchweg positive Stimmen. Vor allem viele Ortsansässige besuchten das Fest offenbar regelmäßig. Und entgegen dem vorherigen Gemaule wegen den Straßensperrungen, zeigten sich am Schluss viele zufrieden. Wenn der Hessentag rum ist, „falle ich in ein tiefes Loch“, sagt Anwohnerin Nathalie Heinl. „Hier war jeden Tag etwas los.“ Selina Kahl, die erstmals auf einem Hessentag war, hat Geschmack daran gefunden. Wenn der nächste in der Nähe wäre, würde sie auf jeden Fall hingehen, sagt sie.

Neben der Weitläufigkeit in Rüsselsheim   kritisierten viele die Plastikbecher, die man erstmals für zwei Euro kaufen musste. „Das war das Schlimmste, was sie uns und den Händlern antun konnten“, sagt Gerhard Schwab, der seit 50 Jahren in der Trachtengruppe Höchst im Odenwald an Hessentagen teilnimmt. Besser wären Pfandbecher gewesen, findet er und hofft, dass der nächste Ausrichter Korbach (Landkreis Waldeck-Frankenberg) es anders macht.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Hessentag 2017

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